Komm doch, lieber Frühling… – RUMS 14/2018

Ihr Lieben,

kennt Ihr dieses schöne Lied von Heinz Lau?

“Singt ein Vogel, singt ein Vogel, singt im Märzenwald,
kommt der helle, der helle Frühling, kommt der Frühling bald.
Komm doch, lieber Frühling, lieber Frühling, komm doch bald herbei,
jag den Winter, jag den Winter fort und mach das Leben frei!

Blüht ein Blümlein, blüht ein Blümlein, blüht im Märzenwald,
kommt der helle, der helle Frühling, kommt der Frühling bald.
Komm doch, lieber Frühling, lieber Frühling, komm doch bald herbei,
jag den Winter, jag den Winter fort und mach das Leben frei!

Scheint die Sonne, scheint die Sonne in den Märzenwald,
kommt der helle, der helle Frühling, kommt der Frühling bald.
Komm doch, lieber Frühling, lieber Frühling, komm doch bald herbei,
jag den Winter, jag den Winter fort und mach das Leben frei!”

Wir haben das Lied jetzt schon soooo oft gesungen, natürlich ist der Winter so gut wie vertrieben, aber die Nachwirkungen hören hier einfach nicht auf… Das Räubermädchen kränkelt seit nunmehr mindestens 5 Wochen mal mehr, mal weniger. Pünktlich zum Ferienstart dann mal wieder mit Fieber und Husten und Schniefnase… Die beiden letzten waren bei der Ostereiersuche ebenfalls aktiv dabei und bleiben hartnäckig am Kinde kleben. Wir werden den Rotz einfach nicht los…

Die Sonne assoziert Wärme, aber es ist längst noch kein “Ich gehe ohne Jacke”-Wetter. Hier sind Schal und Mütze noch ständige Begleiter.

Ich werde jetzt den Bodygard machen und mich einfach vor die Tür stellen und mit finsterem Blick allen aufkommenden Viren und Bakterien signalisieren: HIER ist für euch kein Durchkommen! An mir kommt ihr nicht vorbei!

Rutscht mir doch einfach den Buckel runter!

Und wenn ich sie dann alle vertrieben habe, dann schenke ich Euch auch wieder ein strahlendes Lächeln. GRINS!

Während ich das hier schreibe – zum Glück in der warmen, trockenen Stube – geht draußen die Welt unter… Sturm peitscht heftigen Regen vor sich her… gefolgt von Sonnenschein. Aprilwetter halt…

Mal schauen, wann der Frühling endlich mit voller Kraft durchstarten kann…

Solange bleiben Hals und der tolle Ausschnitt vom neuen Schnitt Lady Zeena von Mialuna halt mit einem dicken Schal verhüllt…

Hoffentlich nimmt der Wind die lästigen Besucher Brüllhusten und Schniefnase endlich mit fort…

Allen, die das gleiche hohe Lied der langwierigen Erkältung singen, wünsche ich gute Besserung! Und allen, die gesund sind, dass sie es auch bleiben!

In diesem Sinne genießt die Restferien! Ich guck jetzt mal beim RUMS vorbei.

Eure Oktoberkind-Mama

Werbung: Das Schnittmuster Lady Zeena bzw. BIG lady Zeena wurde mir von MIALuna zur verfügung gestellt.

Stoff – Lillestoff; selbst gekauft, lange gestreichelt, jetzt vernäht.

Carpe Diem!

Ihr Lieben,

lange hab ich überlegt, ob ich diesen Post schreiben soll. Ob ich es öffentlich mache. Doch es gehört einfach dazu, zu mir, zu uns, zu unserem Leben.

Manchmal hat das Leben Überraschungen im Gepäck, die niemand wirklich braucht. So bekam ich letztes Jahr im Mai die Diagnose, dass in meiner Brust ein Tumor wächst. Bähm! Da reißt es einem erstmal die Beine vom Boden. Wieso ich? Warum so einen Mist? Die Fragenkette ist endlos… Und obwohl die Fragen noch längst nicht alle beantwortet sind, bist du drin, im Behandlungsprozess, in einer gefühlten Einbahnstraße. Dieses kleine Wort Brustkrebs bringt Dir ganz viel: OP, Chemo, Bestrahlung, Antikörper, Hormontabletten. Volles Programm! Wenn ich was mache, mache ich es richtig… Ironie off.

Doch schon mit der Diagnose fängst Du an, zu organisieren. Schließlich hast Du Familie und ein Kind, was besondere Bedürfnisse hat. Wir hatten ganz großes Glück, dass wir eine wunderbare Familienpflegerin hatten, die uns vor dem großen Landunter bewahrt hat. Mein Mann war in der Zeit immer für mich da! Danke dafür, großer Lieblingsmensch <3 Weitere Unterstützung gab es von Freunden, die von Anfang an da waren, wenn es notwendig war!

Ich möchte gar nicht so sehr auf die letzten 1 1/2 Jahre eingehen. Ich habe vieles erlebt, ein dickes Buch könnte ich schreiben. Meine größte Motivation ist natürlich meine Familie. Ich habe zur Zeit der Erkrankung gerade eine Ausbildung zum NLP-Master gemacht. Das hat mir sehr gut getan. Ich war und bin so voller Ressourcen und mental gefestigt. Ich bin für meine Gedanken verantwortlich, mein Geist ist gesund! Das war und ist ganz wichtig für mich! Mit der Aussage “es ist heilbar” habe ich mich ganz darauf konzentriert, auch körperlich wieder gesund zu werden. Ich habe auch während der Behandlungszeit immer “Regie” geführt über mein Leben, sprich, weder das selbständige Denken eingestellt noch die Verantwortung abgegeben.

Ich habe vieles mitgenommen – vor allem habe ich gelernt, achtsam zu sein. Auf mich zu achten, meine Bedrüfnisse nicht zu vergessen. Auch mal nein zu sagen. Nicht immer bei allem hier zu schreien. Zwar bedarf es im Alltag immer mal wieder etwas Nachhilfe, grundsätzlich bin ich jedoch auf einem guten Weg.

Ich habe zwar meine Haare verloren, aber meinen Humor und meine Lebensfreude waren immer da! Diese haben mich durch die Einbahnstraße Behandlung geführt und vieles erträglich gemacht.

Und mit Humor und Lebensfreude hab ich es heute zum RUMS geschafft! In meinem neuen Lieblings-Pommes-Pulli!

Das war jetzt ein sehr emotionaler Post, aber “drüber reden” ist ein Annehmen und Verarbeiten! Außerdem möchte ich allen da draußen Mut machen! Ich kann nicht in die Zukunft schauen, doch eines weiß ich genau, ich genieße den Tag, egal ob Regen oder Sonnenschein! Und deshalb bin ich jetzt ganz arg mutig und veröffentliche diesen Blogpost. verlinke ihn zu RUMS und danach gehe ich ganz bewußt und ohne Zwang eine Runde spazieren – nur für mich!

Carpe Diem!

Eure Oktoberkind-Mama

Schnitt: Lady Rose von Mialuna  Stoff: OMG-Fries und KnitKnit-Ringel von Hamburger Liebe