Luftpost mal anders

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Ihr Lieben,

noch müsst Ihr Euch ein wenig gedulden, was den Inhalt der Schultüte anbelangt.

Ein wenig möchte ich Euch heute von Emmas Entwicklung erzählen. Insbesondere über ihren Mut, von höheren Gegenständen herunterzuspringen. Wir sind lange zum Kinderturnen gegangen und sie hat sich nie getraut, vom hohen Kasten auf die dicke Matte zu hüpfen. Hüpfen aus der Höhe hinab auf die weiche Matte wurde völlig überbewertet. Manch zweijähriges Kind hüpfte locker und vor allem mit VIEL Freude vom Kasten auf die Matte.

Das Räubermädchen braucht halt ein wenig länger, um sich sicher zu sein, es auch wirklich zu wollen und dann auch zu schaffen. Gut Ding will Weile haben. Einen langen Atem haben wir über die letzten fast 7 Jahre in vielerlei Hinsicht bekommen.

Die letzten Wochen und Monate standen und stehen Klettergerüste hoch im Kurs, aber auch nach wie vor das Trampolin und die Schaukel. Geschaukelt wird mittlerweile richtig sicher und auch richtig hoch. Gehen wir mit der Maus spazieren, nimmt sie uns gern an die Hände, damit sie dann fleißig hüpfen kann!

Gestern war nach einer tollen, längeren Spätsommerfrequenz mal wieder ein Regentag bei uns. Das Räubermädchen fing an, ihr Zimmer in eine Hüpflandschaft zu verwandeln. Alle Decken und Kissen und fast alle Kuscheltiere mussten das Bett verlassen, wurden auf dem Boden ausgelegt. Fridolin – der große Sitzdrache – bekam einen guten Platz und dann wurde mutig vom Bett heruntergehüpft. Zwischenzeitlich kam mal ein “Mama, ich hab mich verletzt”. Mir ist schnell mal das Herz in die Hose gerutscht, aber alles halb so schlimm. Ich hab ihr Arrangement kurzfristig etwas unter Sicherheitsaspekten getuned und wir hatten einen schönen Vormittag mit viel Bewegung und viel Spaß. Auch wenn es nur gute 40 cm an Höhenunterschied sind, bin ich mächtig stolz auf die Maus!

Sehr lustig sind ihre Kommentare vorm Absprung: “Mama, hier kommt jetzt die Luftpost!” Und ab mit Schwung in den Kissenberg! Ich hab Euch mal ein paar Bilder mitgebracht! Auch wenn sie dieses Mal etwas unscharf geworden sind, finde ich, passen sie gut zur Flugshow! Die Segelschiffe auf ihrem Kleid hatten auf jeden Fall genug Wind für eine Regatta. Sailing regatta heißt nämlich dieser süße Stoff von Mädchenwahn Illustration, den es seit gestern hier gibt.

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Erstmal den Absprungort richten! Tücher in jeglicher Form sind ein sehr begehrtes Spielzeug!

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Nach etlichen Luftpostflügen chillen auf dem Hüpfkissen – beste Anschaffung für Trampolinfans bei schlechtem Wetter.

Und dann noch ein kleines Faxenbild zum Schluß!

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Und wie verbringt Ihr Eure Regentage?

Liebe Grüße,

Eure Oktoberkind-Mama

Stoff: Segelboote und Baumwollkordel von Alles-für-Selbermacher; Ringel von Lillestoff; Sterne und Wolken von Swafing

Schnittmuster: Sunje von Ki-ba-doo – etwas abgewandelt

Ein waschechtes Schulkind!

Ihr Lieben,

was soll ich sagen?!? Lange habt Ihr nichts von uns gelesen. Es hat sich wieder mal eine dicke, dicke Staubschicht über das Blog gelegt (kann mir eigentlich mal einer meiner Bloggerfreunde erklären, warum es DAS blog heißt?). Ich glaub, ich brauch schon fast einen Laubbläser, um den Staub hier weg zu bekommen… Also mal alle kräftig puuuuuusten und weg damit!

Ja – wir haben jetzt seit Dienstag auch ein richtiges Schulkind Zuhause!

Der Weg dorthin war sehr aufregend. Bereits das ganze letzte Kindergartenjahr begleitete uns – mal mehr, mal weniger – die Wahl der richtigen Schule. Inklusiv sollte es sein, am allerbesten in der zugehörigen Stadtteil-Grundschule. Doch hier stellte sich sehr schnell heraus, die Chemie stimmt nicht zwingend und Inklusion ist zwar ganz gut und schön, nur kosten darf sie nichts. Bei der Schulwahl für das Räubermädchen war vor allem wichtig, dass sie dort gut und richtig aufgehoben ist und man den inklusiven Gedanken lebt. In einer Stadt mit vielen sogenannten Schwerpunktschulen (hier die Schulen, die entweder reinen Förderschulcharakter haben oder Schulen, die inklusiv arbeiten) ist es zudem schwierig, sein besonderes Kind an einer “normalen” Schule einzuschulen. Schnell wird man an die Schwerpunktschulen verwiesen. Aber auch da gibt es unterschiedliche Ansichten, ob ein Kind mit Down Syndrom zwingend dort unterrichtet werden kann. Ich habe vor einiger Zeit bei der lieben Katharina von Sonea Sonnenschein in ihrer Freitagsrubrik darüber berichtet – allerdings nicht offiziell sondern anonym, weil der ganze Schulauswahlprozess noch in vollem Gange war.

Wir haben viele Schulen angesehen, Unterrichtssequenzen beigewohnt, unzählige Gespräche geführt, das Für und Wider der einzelnen Schulen und Konzepte gegeneinander abgewägt und unser Wunsch ist in Erfüllung gegangen. Emma ist seit Dienstag nach einer wundervollen Einschulungsfeier ein waschechtes Waldorf-Schulkind!

Wir sind der festen Überzeugung, das Konzept kommt unserem Räubermädchen sicherlich entgegen und wir sind sehr gespannt, wie sie sich entwickeln wird. Ganz klar war für uns aber auch, dass sie auf diesem Weg begleitet werden sollte. Daher freuen wir uns ebenfalls sehr, dass auch dieser Schritt, eine Schulbegleitung zu finden, doch zeitnah geklappt hat.

Ich werde natürlich an dieser Stelle weiter über den Weg im inklusiven Schulalltag berichten!

Und jetzt nehme ich Euch aber mit zurück zu unserem 1. Schultag!

Unsere Maus hat im Kindergarten mit ihrer Bezugserzieherin zusammen ihre Schultüte gebastelt. Stolz hat sie sie nach Hause getragen, als sie Ende Juli aus dem Kindergarten geworfen wurde! Und ganz arg stolz bin ich auch auf das Räubermädchen! Sie hatte ganz konkrete Vorstellungen darüber, wie ihre Schultüte auszusehen hat und sie hat alles ganz allein ausgeschnitten – größtenteils aus Moosgummi. Schneiden fällt ihr nämlich noch recht schwer, das macht die Tüte noch mehr zu einem ganz besonderen Schatz!

Mich als Mama hat die Füllung dieses Schatzes ja schier an den Rande der Verzweiflung gebracht. Doch das Kind war nach dem Auspacken überglücklich und zufrieden! Was will ich mehr?!?

Es gab also schon mal keine genähte Schultüte aus Mama´s Kreativwerkstatt. Das nahm den Druck raus, war aber auch nicht gerade förderlich für das besondere Kleid, was natürlich aus dem Hause Oktoberkind stammen sollte. Ich hatte mindestens 3, wenn nicht sogar 5 verschiedene Schnitte im Kopf, aber keine wirklich überzeugende Idee, diese dann kreativ umzusetzen: totale Nähblockade und kreative Verweigerung meinerseits! Das teilte ich irgendwann meiner Freundin Katharina mit, die mir kurzerhand anbot, dass Emma ja Sonea´s Einschulungskleid vom letzten Jahr tragen könne! Dankend nahm ich das Angebot an. Für mich ist dieser Freundschaftsdienst ganz besonders wertvoll. Es verbindet die beiden Herzensschwestern wieder ein Stückchen mehr! Emma ist stolz wie Bolle gewesen, dass sie Sonea´s Kleid tragen durfte – wenn sie auch nicht wirklich begeistert ist, es wieder abzugeben. Nachdem ich ihr versprochen habe, sie bekommt auch so ein schönes Kleid genäht, war die Welt wieder in Ordnung. Lach!!! Vielen lieben Dank nochmal für die Leihgabe!

So, jetzt hab ich aber genug geschrieben! Ihr wollt doch sicher Bilder sehen, gell?

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Ein bisschen Spaß muss sein!

Unser Kindergarten bastelt auf jeden Fall die größten und dicksten Schultüten von allen! Lach!

Und was jetzt alles in der Schultüte war, zeige ich Euch in einem anderen Blogeintrag!

Allen Schulkindern 2016 wünschen wir an dieser Stelle nochmal ganz viel Spaß und Freude am Lernen! Möge Euch diese Freude durch Eure ganze Schulzeit begleiten!

Alles Liebe,

Eure Oktoberkind-Mama!