Der halbe Anton

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Hallo Ihr Lieben,

des Räubermädchens liebster Spielkumpel im Kindergarten ist ein kleiner Junge namens Anton. Die zwei gehen gemeinsam durch dick und dünn, suchen sich die schmutzigsten Ecken auf dem Außengelände – zumeist etwas abseits der anderen Kinder. Sie schmieden gemeinsam Pläne, wechseln sich auch bei der Rädelsführung ab. Sie teilen das Essen miteinander, füttern sich gegenseitig mit Trauben. Während sie gerade noch in trauter Zweisamkeit zufrieden spielen, kommt im nächsten Augenblick “Du bist jetzt nicht mehr mein Freund”. Sie können häufiger nicht miteinander, aber ohne geht gar nicht. Es hat schon viele Tränen gegeben, das Räubermädchen zeigt regelrecht Eifersucht, wenn ihr Best Buddy gerade mal wieder kein Freund ist. Aber auch das beruht auf Gegenseitigkeit. Ich könnte die beiden täglich knutschen, wenn ich sie – egal in welchem Gemütszustand auch immer – zusammen spielen sehe.

Um den besten Freund stets an ihrer Seite zu haben – hat sie kurzerhand den halben Anton als unsichtbaren Freund aus der Schatzkiste gezogen. Zum Glück passt der halbe Anton in die geschlossene Kinderhand, ist auch sonst sehr genügsam. Allerdings muss ich bei Autofahrten darauf achten, dass auch alles ordnungsgemäß abläuft, sprich, der halbe Anton muss natürlich auch angeschnallt werden. Er begleitet uns auf Schritt und Tritt. Nur in ihr Bett lässt sie ihren unsichtbaren Freund nicht. Dafür darf er aber auf dem großen Sitzdrachen Fridolin schlafen. GRINS!

Und damit das Räubermädchen auch im Spiel mit dem ganzen Anton einen coolen Auftritt hinlegen kann, gibt es ein neues Outfit aus dem genialen Astronautenjersey in Bioqualität von Stoffgezwitscher, mädchenhaft pink, aber dennoch cool genug für Abenteuerausflüge mit dem echten und dem halben Anton! Und den ersten Schwerelosigkeitstest auf dem Trampolin haben die süßen Astronauten auch bestanden!

Und jetzt kommt eine Bilderflut!

00015_IMG_7536_Emma.Oktoberkind.eu00016_IMG_7537_Emma.Oktoberkind.eu00011_IMG_7532_Emma.Oktoberkind.eu00014_IMG_7535_Emma.Oktoberkind.eu00008_IMG_7529_Emma.Oktoberkind.eu00018_IMG_7541_Emma.Oktoberkind.eu00001_IMG_7551_Emma.Oktoberkind.euDie Astronauten haben den ersten harten Außeneinsatz bravorös gemeistert und warten bereits auf die erste intergalaktische Reinigung!

Habt einen schönen Hochsommerabend!

Liebe Grüße von der

Oktoberkind-Mama.

Astronautenjersey von hier. Dünner Stretchjeans aus dem eigenen Fundus.

Schnittmuster Shirt: abgewandeltes Trägerkleid von Klimperklein.

Schnittmuster Rock: MiaRia von Frl. Päng Bunte Knete.

Beule an der Stirn von einem Stund am Wochenende.

Vom wachsen, sich ausprobieren und mutig sein

Hallo Ihr Lieben,

Mensch – eigentlich wollte ich schon längst ganz viel gepostet haben. Das Räubermädchen macht gerade soooo viele Entwicklungssprünge. Da weiß ich fast gar nicht, wo ich anfangen soll.

Zuerst muss ich Euch davon berichten, dass wir endlich mit gut 5 1/2 Jahren die 1 Meter-Schallmauer durchbrochen haben. Seit Wochen sind wir um die Messlatte herumgeschlichen. Doch totz gefühltem riesen Wachstumsschub blieb das Räubermädchen unter den 100 cm. Bei der Herzkontrolle Anfang Juni wurden routinemäßig auch Gewicht und Größe festgehalten. Und siehe da – 101 cm! Juchu!!! Die Situation am Herzen hat sich etwas verschlechtert, allerdings nicht bedenklich, sodass wir den nächsten Termin erst im November haben. Es besteht kein akuter Handlungsbedarf. Puuuhhhh!

00001_IMG_7345_Emma.Oktoberkind.euDas Räubermädchen hat in den letzten Wochen und Monaten soooo viel Neues dazugelernt. Motorisch ist ganz viel dazugekommen. Seit letztem Sommer haben wir ein Trampolin im Garten stehen. Letztes Jahr ist sie darauf mit doch sehr steifen Beinen gehüpft. Aber eigentlich war das Trampolin dazu da, um den Popoklatscher mit waagerecht nach vorn geworfenen ausgestreckten Beinen zu automatisieren! Das kann sie aber auch echt super! Nach der Winterpause hat die Maus doch tatsächlich ihre Knie entdeckt! Sie hüft jetzt richtig mit dem Einsatz der Knie! Und dann hat es Klick gemacht! Sie hat den Bogen raus, wie man vom Po wieder auf die Füße kommt! Hat sie sich gefreut! Das kann man eigentlich gar nicht mit Worten beschreiben. Es ging dann in einem Fort Popo, Füße, Popo, Füße, Popo, Füße, … begleitet von lautem Freudenjubel! Die Oktoberkind-Mama und der Oktoberkind-Papa hatten vor lauter Freude etwas Pipi in den Augen!

Das Räubermädchen probiert sich aus – sie kann sich jetzt allein anschaukeln, klettert auf Schaukeln rauf und darüber, klettert in die Kleinkinderschaukeln rein, versucht, stehend zu schaukeln. Klettern steht gerade hoch im Kurs. Komme ich nachmittags in den Kindergarten, finde ich sie immer wieder am und auf dem Klettergerüst vor. Außerdem wächst der Aktionsradius im Außengelände des Kindergartens.

00001_IMG_7296_Emma.Oktoberkind.euMut und Zutrauen – nicht nur für das Räubermädchen zur Zeit sehr wichtig! Auch für uns als Eltern ist es eine spannende Zeit. Wachsen heisst auch loslassen können. In diesem Fall ist die Leine länger geworden. Ich “verfolge” die Maus Zuhause nicht auf Schritt und Tritt, ich schenke ihr Vertrauen, in der Hoffnung, dass sie sich an die getroffenen Absprachen hält. Zuhause klappt das schon ganz gut. Aber auch “draußen” lasse ich sie immer mehr laufen, freue mich, wenn ein Stopp direkt umgesetzt wird. Natürlich läuft nicht jeder Tag gleich gut und wenn der Freiheitsdrang zu groß wird und der Entdeckergeist das Ruder übernimmt, wird die Leine auch ganz schnell wieder angezogen und verkürzt.

Die Tage hat sie mich überrascht, als sie sagte: Mama, ich bin mutig! – Ich: Prima, Schatz! Das find ich gut! Dann kommt das Feedback: Mama, ich bin doch nicht mutig! Ich will da jetzt nicht reingehen! Wir waren gerade auf dem Weg in eine ihr nicht vertraute Wohnung.

Sie ist sich ihrer Ängste durchaus bewusst – sie entdeckt auch neue, wo es früher keine Probleme gab. So macht ihr beispielsweise eine offene Treppe – die Stirnseiten der Stufen sind offen – gerade echt zu schaffen. Sie hat Angst, dort hindurchzufallen. Oder aber auf dem Spielplatz auf einem Piratenschiff hat sie Angst vor den Fugen zwischen den Holzplanken. Für mich ist das oft schwer zu unterscheiden, ob es einfach nur die Böckchen im Kopf sind, die sich da querstellen oder aber die ausgeprägte Lauffaulheit (auf die Treppe bezogen) oder ob die Furcht wirklich so groß ist. So wachsen auch wir Eltern täglich mit den neuen Herausforderungen.

So, und damit Ihr nicht noch Wochen auf diesen Post warten müsst, häng ich noch ein lecker Eisbild an – der Hochsommer macht nur eine kurze Pause, Zeit, den Eisvorrat nochmal aufzustocken!

00001_IMG_7355_Emma.Oktoberkind.euHabt eine schöne Zeit!

Eure Oktoberkind-Mama