Großes Wunder kleines Menschenkind

Mein Valentinchen Emma!

Tritt auf einmal ein kleines Menschenkind  in unser Erwachsenenleben ist alles plötzlich so neu und so unbekannt. Ein klitzekleines Etwas Leben tritt mit voller Wucht in unsere Mitte. Es ist hilflos und braucht uns Eltern, die es bedingungslos lieben und groß ziehen. Mit der Zeit wird das Wunder normal, wir haben uns aneinander gewöhnt, wir gehören zusammen, sind eine Familie. Aus dem kleinen Etwas wirst Du, eine kleine Persönlichkeit.  Das Wunder zieht uns immer wieder in seinen, nein DEINEN Bann: das erste Lächeln, der erste Zahn, der erste Geburtstag, krabbeln, stehen, laufen. zum ersten Mal Mama und Papa aus Deinem wundervollen Mund! Vieles wird zur Normalität.

Du mit Deinem Extra an Bord gibst uns vielfach mehr Zeit, Deinen Entwicklungen zuzusehen. Vielleicht freuen wir uns gerade deshalb umso mehr, wenn Kleinigkeiten wieder einen Meilenstein setzen, wenn Deine Freude direkt unser Herz berührt.

Du hast uns in gut vier Jahren eine Menge beigebracht. Wir haben es wiederentdeckt, die Welt mit Kinderaugen zu betrachten. Du hast uns entschleunigt, unsere Wahrnehmung für das Wesentliche geschärft. Oft genug holt uns unser schnelles Leben ein. Du bringst uns wieder ins Lot, in Deine Geschwindigkeit.

Du hast uns vollkommen gemacht. Wir – das sind Mama, Papa, Kind!

Und all das fällt mir ein, wenn ich abends vorm Schlafen gehen nochmal zu Dir komme. Da liegst Du völlig friedlich schlafend – Du großes Wunder kleines Menschenkind!

Bis zum Mond und wieder zurück liebe ich Dich!

Deine Mama

Die Liebeserklärung an den Papa bleibt privat:-) Habt einen schönen Valentinstag!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Von Veränderungen und kindlichen Gedanken

Hallo Ihr Lieben,

lange nichts von uns gelesen. Stimmt. Aber wenn es online ruhig ist, tobt das Leben 1.0!

Hier ist einiges passiert. Wir haben geräumt. Nachdem wir in der Weihnachtszeit 2012 unseren “guten” Essbereich zunächst für den Weihnachtsbaum und dann dauerhaft fürs Oktobermädchen geopfert haben, wurde es Anfang 2014 endlich Zeit, dem Kind einen eigenen Entfaltungsraum zu schaffen. Im Klartext gesprochen, wir Großen waren es Leid, überall – aber auch wirklich überall Kinderkram zu haben.

Bei uns spielt sich das Leben auf zwei Etagen ab. Tagsüber hauptsächlich im unteren Wohnbereich, abends oben im Schlafbereich. Im Laufe der Zeit hat selbst das Oktobermädchen so viel Zeugs angesammelt, dass Veränderungen notwendig waren.

Es gibt jetzt auf der Wohnetage einen eigenen Kinderbereich, der auch sofort mit voller Begeisterung angenommen wurde. Jetzt kann die Maus nach Herzenslust schon vor dem Kindergarten ihre gefühlten 100 Bücher ansehen (viel weniger sind es bestimmt nicht in einem Haushalt von Bücherjunkies), sich in ihrem Zelt zurückziehen, Hörspiele oder Kinderlieder hören – von mir aus auch die Weihnachtslieder! Sie ist auf jeden Fall in ihrem Reich glücklich, auch wenn es noch nicht fertig ist. Und wir haben in ihrem Rückzugsbereich so viel Platz geschaffen, um all ihren Kram zentral aufzubewahren! Wir erobern uns nach und nach Ess- und Wohnzimmer zurück! Yeah!

Wie sehr Emma ihren Rückzugsort liebt, zeigt folgendes Beispiel:

Emma wird vom Babysitter aus dem Kindergarten abgeholt. Eigentlich stand Spielplatz auf dem Programm. Emma zum Babysitter: Nein! Ich will nicht zum Spielplatz! Ich muss nach Hause in MEIN Spielzimmer!!! Das zieht sie schon seit zwei Wochen durch!

Die Maus hat in den letzten Wochen entwicklungstechnisch nochmal einen gehörigen Schub gemacht! Während sie sonst oft “nachgeplappert” hat, kommen jetzt ganz häufig eigene Gedankengänge hervor. Sie setzt immer häufiger Dinge in einen Zusammenhang. So hat sie zum Beispiel hervorragend kombiniert:

Abholsituation Babysitter. Sie stellen den Kinderwagen in der Garage ab. Emma fragt die Babysitterin: Hast Du Rückenschmerzen? Antwort: Nein. Emma dann grinsend mit großen Augen: Ich bin faul! Erklärung dazu: Emma ist treppenlauffaul und zur Haustür muss sie ca. 16 Stufen überwinden – meistens mit Diskussionen meinerseits über Rückenschmerzen wegen des Tragens und so weiter. Die Babysitterin hat gelacht und Emma ist die Treppe dann doch zu Fuß rauf. DAS passiert bei mir und meinem Kind nach ganz viel Gemecker, Geheule und Geschrei gefühlte 20 min später. Wenn überhaupt… Oftmals hab ich echt Sorge, dass die Nachbarn das Jugendamt rufen könnten:-)

Heute sagte sie nachmittags zu mir nach einem anstrengendem Kindergartentag ohne Mittagsschlaf: Das war viel! Viele Kinder. Da kann ich sie sehr gut verstehen, wenn sie sich mal zurückziehen und ihr Alleinsein genießen will!

Bilder gibt es, wenn sie vorzeigbar sind:-)

Habt eine schöne Zeit im Leben 1.0 und schaut auch immer mal wieder bei uns im 2.0 vorbei!

Eure Oktoberkind-Mama