Bitte einmal Kind in Postergröße!

Hallo Ihr Lieben,

zur Zeit bekomme ich häufiger mal ne Anfrage von Freunden und Bekannten, ob sie sich verguckt hätten oder stimmt es wirklich, dass das Oktobermädchen von riesengroßen Plakaten strahlt? Mit einem Dauergrinsen auf den Wangen sag ich dann, nee – Ihr habt Euch nicht verguckt:-)

Uns wurde die ganz besondere Ehre zuteil, für die Lebenshilfe Trier ein wenig Werbung zu machen. Jedes Jahr werden in Bitburg beim sogenannten “Sozialgericht” durch prominente Köche Spenden erkocht, die dann einem guten Zweck zugeführt werden. Dieses Jahr wurden 100 ganz besondere Plakate gesponsort – sogenannte Citylights, die in den Bushaltestellen in ganz Trier nun auf dieses Sozialgericht und die Verwendung der Gelder aus den letzten drei Jahren hinweisen. So erhielt die Lebenshilfe Trier im letzten Jahr die Spendengelder.

Angedacht war die Aktion für nur gut 1 1/2 Wochen, ABER wir freuen uns umso mehr, dass die Plakate noch immer hängen. Ein wichtiger Beitrag zur Inklusion, wie ich finde. Hier geht es auf den Plakaten mal nicht um jung, schön, dynamisch, erfolgreich, etc., sondern um die Einzigartigkeit eines jeden!

Die Erstbegegnung mit dem wirklich RIESENGROSSEN Plakat und unserer Maus war total süß. Seither müssen wir auf jeden Fall einmal täglich zur “Busstelle” fahren und sie anschauen!Sozialgericht_1Sozialgericht_2Ein ganz besonderer Dank gilt natürlich auch Conny Wenk, die der Verwendung des Bildes von ihr für diese Aktion zugestimmt hat!

Vielen Dank an alle, die an diesem wunderbaren Projekt beteiligt waren!!!

Leute – kocht mehr soziale Gerichte – kann ich da nur wünschen!

Liebe Grüße von der

Oktoberkind-Mama

 

 

Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung

Hallo Ihr Lieben,

wo bei vielen von uns heute das dritte Türchen, Säckchen, Kläppchen oder ähnliches für Freude gesorgt haben, wir uns gedanklich mit der Beschaffung von Nikolaus- oder Weihnachtsgeschenken beschäftigen, den Absatz von Naschwerk und Backzutaten in die Höhe treiben, wissen nur die Wenigsten, welche Bedeutung dieses Datum noch hat.

Am 03. Dezember 1993 wurde von den Vereinten Nationen erstmals der Interationale Tag der Behinderten gefeiert. Vorangegangen sind das Jahr der Behinderten (1981) und das Jahrzehnt der Behinderten (1983-1993). 2007 wurde der Name nochmal abgeändert in Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung.

20 Jahre später wird vielerorts das Thema Inklusion als Leitthema begangen. Allerdings scheint es mir nur ein Thema für die “Betroffenen” – nämlich die Behinderten und deren Familien zu sein und natürlich der Behindertenvertretungen.

Was ist in den letzten 20 Jahren geschehen? Gibt es in unserer Gesellschaft Platz für Menschen mit Behinderungen? Wer bestimmt, wann ein Mensch behindert ist oder sogar zu behindert für die Gesellschaft? Werden behinderte Menschen unter Ihresgleichen “weggesperrt”? Oder ist es doch mittlerweile eher Alltag, dass Nichtbehinderte und Behinderte gemeinsam aufwachsen, lernen, leben?!?

Kostet uns eine bunte Gesellschaft so viel mehr, als das Separieren der Randgruppen?

Nehmen wir uns doch alle mal ein wenig Zeit, über solch grundsätzliche Fragen nachzudenken, während wir die Vorweihnachtszeit genießen. Ein freundliches Lächeln statt ein Weggucken oder Anstarren wären schon ein guter Anfang in Richtung gelebter Inklusion!

Liebe Grüße von der Oktoberkind-Mama

PS: Die Geschichte zum Internationalen Tag der Behinderung ist von hier. Das Bild ist von der Aktion Mensch. Und hier könnt Ihr was zur Inklusion lesen.

Wenn ich einmal reich wär…

Hallo Ihr Lieben,

heute schreibt die Mama. Trotz des feuchtfröhlichen Frühlings geht hier das bunte Treiben weiter. Um die täglichen Wassermassen und Kälteeinbrüche zu überstehen, benötige ich meine Energie, um durch den Tag zu kommen und das Oktoberkind bei Laune zu halten. Daher gibt es im Augenblick auch nicht so viel von uns. Der Körper ist auf jeden Fall nicht auf Sommer, Sonne, Sonnenschein eingestellt, er singt eher den Winterblues… Die Sommerklamottis warten auf ihren Einsatz, ich würde Euch gern tolle Bilder vom glücklichen Okoberkind im Garten präsentieren… Leider habe ich heute kein Bild für Euch!

Jetzt aber zum eigentlichen Thema. Vor ein paar Tagen bin ich auf eine Petition aufmerksam geworden: Recht auf Sparen für Schwerstbehinderte.

Der 20-jährige Jura-Student Constantin Grosch aus Hameln wehrt sich dagegen, dass er niemals mehr als 2.600,- Euro auf dem Konto haben darf. Constantin hat Muskeldystrophie. Das heißt, seine Muskeln werden immer schwächer. Während er als 11-jähriger noch auf dem Fußballplatz stehen konnte, ist er nun auf einen Rollstuhl angewiesen.

Constantins Erkrankung wird nach deutschem Recht nicht als gesundheitliche Einschränkung, sondern als Sozialfall eingestuft. Behinderte Menschen wie er werden behandelt wie Hartz IV-Empfänger. Das bedeutet konkret: Wenn er eines Tages als Jurist arbeitet, wird er niemals auf einen Urlaub oder eine eigene Wohnung sparen können.

Constantin hat in seiner Petition die augenblickliche Gesetzeslage kurz und knapp auf den Punkt gebracht.

Ich habe in den letzten Tagen mit etlichen Leuten über das Thema gesprochen – die Reaktion darauf war ziemlich eindeutig: Das kann doch nicht wahr sein, oder?

Ich würde mich freuen, wenn Ihr der gleichen Meinung seid und hier mit Eurer Stimme für eine gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen in der Gesellschaft stimmt.

Ich würde mich sehr freuen, wenn meine kleine Tochter den Titel “Wenn ich einmal reich wär…” nicht nur träumen sondern auch im wahren Leben erfahren dürfte, sollten die Voraussetzungen dafür gegeben sein!

Herzenswarme Grüße von der Oktoberkind-Mama