Selbstverständlich mittendrin

Ihr Lieben,

gestern durften wir beim Tag der offenen Tür an der Schule des Räubermädchens Mäuschen spielen. 45 min offener Unterricht für alle, die interessiert waren. Natürlich waren ganz viele Eltern da, die mal schauen wollten, wie der Hauptunterricht funktioniert.

Ich wäre als Kind schon sehr abgelenkt gewesen, wenn ganz viele Erwachsene UND auch noch meine Eltern im Unterricht dabei gewesen wären. Aber die Klasse hat das wunderbar gemeistert!

Zunächst wurden die Kinder von den Lehrern begrüßt: Guten Morgen, liebe 2. Klasse! Guten Morgen Herr Sowieso und Frau Sowieso. Schon bringt sich unsere Motte ein: Und jetzt die Eltern! Recht hat sie, die müssen ja auch begrüßt werden! Lach! Nachdem nun alle in aller Form begrüßt wurden, bauten 4-6 Kinder das Jahreszeitentischlein in der Mitte des Morgenkreises auf. Auch hier durfte das Räubermädchen mithelfen. Ganz selbstverständlich übernimmt sie ihre Aufgaben im Klassenverband.

Am Tag zuvor gab es ein Geburtstagskind, welches dann immer die Kerze anzünden darf. Das war dann das Stichwort für unsere Tochter: Wisst Ihr denn, wer heute Geburtstag hat? Der halbe Anton! Ja – wir feiern den Geburtstag vom halben Anton am 23.09. Isso. Die Kinder kennen natürlich alle den Halben und es wurde sogar im später wieder geschlossenen Unterricht ein Geburtstagslied für ihn gesungen. So sagte es zumindest das Räubermädchen. Für alle, die nicht wissen, was es mit dem halben Anton auf sich hat, bitte hier entlang. Mittlerweile hat er längst den Bruder Status erreicht.

Wir durften nach den morgendlichen Ritualen der Rechnenepoche beiwohnen, in der der Klassenlehrer den Kindern sehr eindrücklich und mit ganz viel Herzblut die Tauschaufgaben erklärt hat.

Das Highlight an diesem Schulsamstag war allerdings die Monatsfeier, wo alle Klassen kurze Bühnenbeiträge zeigen. Die 2. Klasse hat das kommende Michaeli-Fest in Form eines kleinen Theaterstückes inszeniert! Einfach toll, mit welcher Selbstverständlichkeit die Kinder auf der Bühne vor einem großen und vor allem fremden Publikum agieren! Da geht einem echt das Herz auf! Das Räubermädchen gab viele, formvollendete Verbeugungen zum Besten! Auch hier ist sie mittendrin und bei der internen Monatsfeier für die Schüler am Vortag hatte sie sogar eine von den 6 Rollen des Rollenspiels ergattert. Das Stück dauerte ca. 10 min und hatte ganz viel Text, den die Kinder alle gemeinsam aufsagten. Unsere Maus legt mittleriweile eine ungeheure Textsicherheit an den Tag!

Bilder kann ich Euch von diesem wundervollen Ereignis keine zeigen, was aber auch völlig in Ordnung ist. Denn hier geht es um die Persönlichkeitsrechte von ganz vielen Menschen und somit gab es nur eine offizielle, von der Schule bereitgestellte Fotografin.

Dafür hab ich Euch noch ein paar andere Bilder mitgebracht. Der Spruch passt meiner Meinung nach nämlich sehr gut zur Geschichte. Home is where your anchor drops! Ich glaube, unser Räubermädchen ist längst an der Schule angekommen und hat dort ihren Anker fallen lassen!

Habt einen schönen Sonntag! 

Eure Oktoberkind-Mama

Stoff: Happy stripes von Alles fuer Selbermacher. Schnitt ist aus einer älteren Ottobre.

Der Plott ist leider nicht käuflich zu erwerben und war ein Geschenk von der wundervollen Annelie von Ahoi  

enthält Werbung

Über Mut und inneres Wachsen

Ihr Lieben,

ich hab Euch ja bereits beim letzten Post erzählt, dass beim Räubermädchen so unwahrscheinlich viel passiert ist. Wir hatten die Woche Elternabend in der Schule und der Klassenlehrer bestätigte unsere Wahrnehmung. Er ist immer wieder erstaunt, wie die Kinder sich in den 6 Wochen Sommerferien verändert haben. Dieser Prozess ist gerade bei den 1. und 2. Klässlern immens.

Ich spreche jetzt nicht nur von den sechs Wochen Sommerferien, sondern von einem Zeitraum ab Mai diesen Jahres. Im Mai ist ein ganz fester Knoten aufgegangen, der mit einer großen Angst vorm Ertrinken verbunden war.

Vor fast zwei Jahren haben wir einen Schwimmkurs besucht. Eigentlich dachte ich, die Zeit ist reif für eine spielerische Wassergewöhnung, hatte unsere Tochter doch zu der Zeit keine Angst vorm Wasser. Sie vertraute uns und vor allem auf ihre Schwimmärmchen, ging mit uns zusammen im Meer, See und Schwimmbad ins Wasser. Ich musste sogar mal bei 19°C Außentemperatur und ordentlich Wind mit der Motte in den Bodensee… Da schüttelt es mich jetzt noch. Brrrrhhhh… Im besagten Schwimmkurs ist sie “abgesoffen”. Sie sollte mit einer Schwimmnudel unterm Arm ein paar Züge machen, hat dabei Panik bekommen, die Nudel unter ihr weg. Sie war ca. 1,5 m vom Beckenrand entfernt und hat sich super zum Rand gerettet. Doch dieser Schock saß tief. Zumal der Schwimmlehrer sie direkt wieder ins Wasser gezogen hat – die Nummer mit dem vom Pferd fallen und wieder aufsteigen mag bei anderen Kindern funktionieren, beim Räubermädchen allerdings nicht…

Es kam, wie es kommen musste. Sie weigerte sich danach, ins Wasser zu gehen. Herbst und Winter kamen, mit ihnen die Erkältungszeit und somit kein Schwimmbadbesuch. Ganz blöd war, dass sie beim ersten Schwimmbadbesuch nach dem “Absaufen” einen falschen Tritt machte und entsprechend wieder Wasser geschluckt hat. Danach war es ganz vorbei. Jegliches Wasser, was tiefer als 30 cm war, wurde bestenfalls ignoriert, meistens ernteten wir jedoch lautstarken Protest inklusive Festklammeraktion.

Im Mai waren wir für eine Woche auf Mallorca. Tollstes Wetter, schönster Strand mit sanft abfallendem Wasser, geniale Poolanlage und ein über sich hinauswachsendes Kind sorgten bei uns für ganz viel Stolz! Sie ist erstmals wieder mit uns in tiefes Wasser gegangen. Wir waren am Ende sogar so weit, dass sie von der Treppe ins Wasser gehüpft ist. Und die Schwimmbewegungen funktionierten auch mit Schwimmärmchen! Wie ein kleiner Fisch schwamm sie durch den Pool!

Diese Erfahrung hat sie innerlich soooo groß werden lassen, dass wir im Sommer sogar die ersten Schwimmzüge OHNE Schwimmärmchen erleben durften. Jetzt heißt es üben, üben, üben!

Auch Ausflüge werden einfacher: das Räubermädchen ist ja sehr lauffaul und es war immer schwierig, sie auch nur für 100 m zu motivieren. Der Buggy begleitet uns nur noch selten und sie setzt sich auch nicht gleich rein. So konnten wir einen wunderbaren Ausflug zum Baumwipfelpfad an der Saarschleife machen, den sie weitestgehend auf den eigenen Füßen bewältigt hat.

Vom Ausflug hab ich Euch ein paar Bilder mitgebracht:

Ich hatte anfangs echt Bedenken, ob sie überhaupt über den Steg laufen würde. Aber das ging echt gut. Leider war sie da schon angeschlagen und die Woche drauf auch gut krank. Deshalb gibt es ein paar Motzbilder.  Die Laune besserte sich aber schlagartig, als sie auf dem Spielplatz war!

Vernäht habe ich hier ein langehütetes Schätzchen von Lillestoff zu einer Louise, einem wunderbar wandelbaren Schnitt von Fadenkäfer, hier als Tunika genäht – gut, bei den Proportionen vom Räubermädchen dann eher ein Kleidchen. Die Schnittführung in A-Linie ist einfach genial für kleine Kugelbauchmäuse!

Demnächst wieder mehr in diesem Kino! Es gibt noch so viel zu erzählen!

Macht es Euch schön!

Eure Oktoberkind-Mama

Den Schnitt Luise gibt es hier. auch für große mädels!

Stoffauswahl: Lillestoff und Alles-fuer-Selbermacher aus dem eigenen Fundus!

Enthält Werbung!

Rückblick – das erste Jahr Schule

Ihr Lieben,

wir haben sie überstanden – die Herausforderung für Eltern, deren Kinder in die Schule gehen oder kurz gesagt: SOMMERFERIEN! Die ersten Sommerferien sind rum, das Räubermädchen hat bereits die dritte Schulwoche als Zweitklässlerin gestartet. Zeit, um Euch endlich mal etwas aus dem Schulalltag zu berichten.

Wir haben uns letztes Jahr sehr gefreut, als es hieß, unsere Tochter darf die Waldorfschule besuchen. Wir haben uns ganz bewusst für diese Schule entschieden und sind auch nach dem ersten Jahr noch vollkommen überzeugt, dass es die richtige Wahl gewesen ist.

Die anfänglichen Schwierigkeiten, die eine so große Klasse (insgesamt 28 Kinder) mit sich bringt, hat Emma gut gemeistert. Sie ist angekommen. Sie hat den Ablauf verinnerlicht und kann sich in der Regel auf die einzelnen Fächer einlassen. Das alles funktioniert nicht zuletzt daher so gut, weil wir seit Beginn des Jahres durch die perfekte Schulbegleitung unterstützt werden. Die zwei kennen sich seit Jahren und mögen sich sehr. So hat Emma auch in schwierigen Situationen den nötigen Halt gefunden.

Das erste Jahr war unruhig für die Kinder. Der Klassenlehrer wechselte, die pädagogische Fachkraft verließ die Klasse. Diese Wechsel – gerade in der Phase des Einlebens an der Schule – fallen einigen Kindern leichter als anderen. Unsere Maus hat es eher leichter weggesteckt.

Sie ist in dem letzten Jahr unheimlich gewachsen – vor allem im Inneren. Manchmal kommt es mir auch äußerlich immens vor, aber bei der Körperlänge schlägt sich das leider noch immer nicht deutlich nieder. Es ist wohl dieses innere gewachsen sein, was sie auch nach außen viel größer erscheinen lässt.

“Ihre Tochter hat viele Talente und wir können viel von ihr lernen” – das wurde uns bei einem Eltern-Lehrer-Gespräch gesagt. Mehr Worte braucht es eigentlich nicht!

Sie ist auch bei den Kindern angekommen – sie hat Verabredungen zum Spielen, wird zu Kindergeburtstagen eingeladen. Wir haben Emmas Geburtstag vor den Sommerferien nachgefeiert und ihre Freundinnen und Freunde aus der Schule sind gerne gekommen.

Und auch beim Quatsch machen steht unser Räubermädchen den anderen Kindern in nichts nach. Es hat zwar bis April gedauert, aber da hatte sie auch endlich eine Verwarnung wegen schlechten Betragens in der Tasche. Stolz wurde Zuhause der Zettel präsentiert, denn ENDLICH hatte sie auch so einen Zettel. Lach! Das ist dann wohl mal pädagogisch nach hinten losgegangen! Wir haben ihr dann erklärt, dass solche Zettel keine Belohnung seien.

Was hat Emma im ersten Schuljahr gelernt? Sie kann die Buchstaben lesen und schreiben, das Lesen von Worten fällt ihr noch schwer, sie ist aber dran. Sie hat unheimlich viele Lieder und Texte verinnerlicht, nicht nur in ihrer Muttersprache, auch englische und französische Lieder und Begriffe befinden sich in ihrer Schatzkiste. Sie hat im Handarbeitsunterricht voller Eifer ihren Flötenbeutel gewebt, während die anderen Kinder ihn gestrickt haben. Stricken kann sie mit Unterstützung ein paar Maschen, es ist aber noch eine große motorische Herausforderung für sie. Zur Mathematik hat sie bisher nicht den größten Zugang gefunden.

Das erste Jahr Schule hat ihr ganz viel Mut gebracht. Sie hat zum Beispiel den Mut, allein ein Brot kaufen zu gehen (noch nicht den Weg dorthin, aber allein zum Bäcker und bestellen und bezahlen). Und wehe, die Mama kommt mit! Über das mutig sein kommt aber bald nochmal eine eigene Geschichte!

Und jetzt genießen wir noch die letzten richtig heißen Tage des Altweibersommers!

Habt es schön!

Eure Oktoberkind-Mama

Stoffe: Alles fuer Selbermacher Kitze, Blumenwiese und Little Dreamer leider z.zt. aus; Kombistoffe aus dem eigenen Fundus

Schnitte: HiBoho-Kleid von FeeFee; Luckees und Tee von NipNaps; Sommerliebe³ von Die Drahtzieherin; Leggings Multifit von Erbsenprinzessin

 

 

Und? Wie läuft es in der Schule?

Hallo Ihr Lieben,

diese Frage bekommen wir seit Anfang September doch recht häufig gestellt. Wir freuen uns sehr, dass das Interesse für den Schulweg des Räubermädchens so groß ist!

Sicher ist es der holprigere Weg, wenn man sich für den Inklusiven entscheidet. Aber bisher bereuen wir es keinen Tag, ihn zu gehen. Jeder Neuanfang ist schwer – für alle, für den einen mehr, für den anderen weniger. Einige Kinder kannten sich bereits aus dem Waldorf-Kindergarten, viele haben wirklich bei Null angefangen. Viele Kinder kommen aus normalen Kindergärten und haben sicherlich vorher – wenn überhaupt – nur selten Kontakt mit dem Besonderen gehabt. So waren die ersten 14 Tage auf jeden Fall mal die Zeit des gegenseitigen Beobachtens. Mir war es auch im Vorfeld nicht so eindeutig klar, dass unsere Maus es schon auch schwerer hat, einen Platz zu finden. Ist ja auch irgendwo verständlich, wenn man doch anders aussieht als die breite Masse, wenn für einen selbst etwas andere Regeln gelten und man noch eine Schulbegleitung hat. Man ist erstmal zu seinen Besonderheiten noch der Sonderling.

Das grundsätzliche Feedback ist dennoch sehr positiv. Die Lehrer berichten, dass Emma sehr aufgeschlossen gegenüber dem Unterricht ist, sich gerne meldet und auch die passenden Antworten parat hat. Natürlich prallt viel auf sie ein, natürlich hat sie noch längst nicht so eine gute Aufmerksamkeitsspanne wie ihre Klassenkameraden. Natürlich ist sie mit manchen Situationen einfach überfordert und sucht sich Ventile, um diese Überforderung rauszulassen. Ich sage ja immer, es geht mindestens das 1. Schuljahr dabei drauf, bis sich alle irgendwo in der Gruppe eingeordnet haben. Und je mehr Kinder in der Klasse sind, um so länger dauert es. Es gilt, die Grenzen bei einem jeden neu auszuloten, zu schauen, wie weit kann ich bei wem gehen. Durch diesen Prozess gehen sie alle – egal ob Down Syndrom oder Normal Syndrom.

Mein großes Patenkind besucht ebenfalls die Waldorfschule und hat mir unlängst erzählt, dass Emma in der Pause immer mit den großen Jungs Fußball spielen möchte. Sie lassen sie dann “mitspielen” und die Motte erfreut sich immer schon, wenn der Ball nur an ihr vorbeirollt und bricht in Jubelstürme aus. Da geht mir doch das Herz auf!

Im Handarbeitsunterricht haben die Kinder in der ersten Stunde von den schuleigenen Schafen unbehandelte Schafswolle bekommen. Diese sollten sie zu Hause auswaschen. In der nächsten Stunde wurden daraus Wolken, die auf einen blauen Untergrund platziert wurden. Danach sollten die Kinder die Wolken deuten. Eines der Kinder sagte: Die Wolke da sieht aus wie ein Schnittmuster! Ich muss jetzt – glaube ich – nicht sagen, welches Kind das war, oder?!?

Ich habe mich als Mama anfangs echt schwer getan. Schließlich ist die Schule wieder ein Stück mehr Abnabelung, noch mehr Blackbox als der Kindergarten. Gab es nun Hausaufgaben oder keine? Hat sie alles dabei, was sie braucht? Wenn schon die Frage nach dem Mittagessen mit: Das weiß ich nicht mehr! beantwortet wird, kommen auf tiefergreifende Fragen noch weniger Antworten aus dem Kind. Nach 14 Tagen ist das Loslassen bei mir auch angekommen. Ich denke mir, wenn irgendwas Erwähnenswertes passiert, werde ich schon davon erfahren. Auch ein Lernprozess für mich.

Gestern waren Emma und ich bei dem tollen Wetter noch im Sonnenblumenfeld, da wir diese Woche für den Blumenschmuck in der Klasse verantwortlich sind. Es hat ihr sichtlich Spaß gemacht, an den Sonnenblumen zu schnuppern. Da das Feld nicht weit von der Schule entfernt liegt, haben wir auf dem Rückweg noch einen kleinen Abstecher zum schuleigenen Spielplatz gemacht. Nach einer Kletterrunde meinte sie dann zu mir: So Mama, und jetzt gehen wir rein! Ich muss doch schließlich was lernen!!! Heute darf sie dann wieder lernen gehen, nach 14 Tagen Herbstferien. Zwinker.

Ich zeige Euch ein paar – viele – Bilder von gestern. Bereit für eine Runde durch die Sonnenblumen und für einen Spielplatzbesuch?

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Ich liebe das neue Herbstkleidchen! Es ist so wunderbar Retro aus dem traumschönen Markuna Due, aus der Feder von Raxn – seit gestern in top Sommersweat- und GOTS-Qualität bei Alles für Selbermacher erhältlich! Genäht habe ich eine Alma von Hedi Näht, mein absoluter Lieblingsschnitt für Retrostoffe und auch für meine Motte.

Lasst Euch durch das triste Regenwetter nicht die Laune verderben!

Einen schönen Wochenstart wünscht Euch,

Eure Oktoberkind-Mama

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Stoffe: Markuna Due in dunkelblau von hier. Kombistoffe sind von Lillestoff.

Schnitt: Alma von Hedi Näht, Leggings aus dem Kleiderschrank, ist schon älter.

 

Luftpost mal anders

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Ihr Lieben,

noch müsst Ihr Euch ein wenig gedulden, was den Inhalt der Schultüte anbelangt.

Ein wenig möchte ich Euch heute von Emmas Entwicklung erzählen. Insbesondere über ihren Mut, von höheren Gegenständen herunterzuspringen. Wir sind lange zum Kinderturnen gegangen und sie hat sich nie getraut, vom hohen Kasten auf die dicke Matte zu hüpfen. Hüpfen aus der Höhe hinab auf die weiche Matte wurde völlig überbewertet. Manch zweijähriges Kind hüpfte locker und vor allem mit VIEL Freude vom Kasten auf die Matte.

Das Räubermädchen braucht halt ein wenig länger, um sich sicher zu sein, es auch wirklich zu wollen und dann auch zu schaffen. Gut Ding will Weile haben. Einen langen Atem haben wir über die letzten fast 7 Jahre in vielerlei Hinsicht bekommen.

Die letzten Wochen und Monate standen und stehen Klettergerüste hoch im Kurs, aber auch nach wie vor das Trampolin und die Schaukel. Geschaukelt wird mittlerweile richtig sicher und auch richtig hoch. Gehen wir mit der Maus spazieren, nimmt sie uns gern an die Hände, damit sie dann fleißig hüpfen kann!

Gestern war nach einer tollen, längeren Spätsommerfrequenz mal wieder ein Regentag bei uns. Das Räubermädchen fing an, ihr Zimmer in eine Hüpflandschaft zu verwandeln. Alle Decken und Kissen und fast alle Kuscheltiere mussten das Bett verlassen, wurden auf dem Boden ausgelegt. Fridolin – der große Sitzdrache – bekam einen guten Platz und dann wurde mutig vom Bett heruntergehüpft. Zwischenzeitlich kam mal ein “Mama, ich hab mich verletzt”. Mir ist schnell mal das Herz in die Hose gerutscht, aber alles halb so schlimm. Ich hab ihr Arrangement kurzfristig etwas unter Sicherheitsaspekten getuned und wir hatten einen schönen Vormittag mit viel Bewegung und viel Spaß. Auch wenn es nur gute 40 cm an Höhenunterschied sind, bin ich mächtig stolz auf die Maus!

Sehr lustig sind ihre Kommentare vorm Absprung: “Mama, hier kommt jetzt die Luftpost!” Und ab mit Schwung in den Kissenberg! Ich hab Euch mal ein paar Bilder mitgebracht! Auch wenn sie dieses Mal etwas unscharf geworden sind, finde ich, passen sie gut zur Flugshow! Die Segelschiffe auf ihrem Kleid hatten auf jeden Fall genug Wind für eine Regatta. Sailing regatta heißt nämlich dieser süße Stoff von Mädchenwahn Illustration, den es seit gestern hier gibt.

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Erstmal den Absprungort richten! Tücher in jeglicher Form sind ein sehr begehrtes Spielzeug!

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Nach etlichen Luftpostflügen chillen auf dem Hüpfkissen – beste Anschaffung für Trampolinfans bei schlechtem Wetter.

Und dann noch ein kleines Faxenbild zum Schluß!

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Und wie verbringt Ihr Eure Regentage?

Liebe Grüße,

Eure Oktoberkind-Mama

Stoff: Segelboote und Baumwollkordel von Alles-für-Selbermacher; Ringel von Lillestoff; Sterne und Wolken von Swafing

Schnittmuster: Sunje von Ki-ba-doo – etwas abgewandelt

Schwarze Fingernägel, Kletten im Haar!

Ihr Lieben,

heute gibt es endlich mal wieder einen kleinen Einblick in das Leben und die Entwicklung vom Räubermädchen.

Das letzte Vierteljahr im Kindergarten ist angebrochen. Waaaas? Wirklich nur noch so wenig Zeit in dieser tollen Einrichtung, in der wir uns dann vier Jahre Zuhause fühlten? Wenn ich daran denke, wird mir schon ganz flau im Magen…

Eigentlich möchte ich Euch an dieser Stelle gerne schon ein wenig Ausblick auf den nächsten spannenden Lebensabschnitt des Räubermädchens geben, aber da muss ich Euch leider noch ein wenig vertrösten. Wir haben uns einige Schulen angesehen, haben gute, aber leider auch sehr schlechte Erfahrungen gemacht. In Kürze erwarten wir das Fördergutachten und dann kann ich Euch hoffentlich bald einen ausführlichen Bericht über die Schulwahl präsentieren.

Motorik steht gerade hoch im Kurs. Überall wird geklettert und balanciert. Es wird versucht, auf einem Bein zu hüpfen. Das Trampolin ist gerade das Highlight schlechthin, seit es wieder nutzbar ist. Ist das Wetter schlecht, werden Sofa und Bett kurzerhand zum Trampolin umfunktioniert. Zu meinem Leidwesen, da ich echt Schiss hab, dass die Maus sich mal heftigst weh tut… Aber Augen zu und durch. Nur so kann man sich entwickeln… Auch feinmotorisch geht es voran. Sie schreibt gerne Buchstaben, beim Malen werden die Bilder gegenständlicher. Papier mit der Schere zerschnipseln macht ihr einen Riesen-Spaß.

Seit Januar ist das Räubermädchen ja ein richtiges Waldkind. Sie fährt gern mit in den Wald, obwohl sie mit den kurzen Beinen und der nach wie vor fehlenden 100% Sicherheit in unwegsamem Gelände schwer zu kämpfen hat. Der liebste Platz ist somit – gerade in der kalten Winterzeit – ein Plätzchen am Lagerfeuer. Feuer im Wald, werdet Ihr Euch jetzt sicherlich fragen. Geht das denn überhaupt? Ja – es darf an einer dafür eingerichteten Feuerstelle offenes Feuer im Wald gemacht werden und das ist jede Woche ein großes Erlebnis, wenn auf der Feuerstelle das Mittagessen gekocht wird.

Die Kinder machen tolle Erfahrungen im Wald – sie haben schon in einem großen Wasserloch nach Haien geangelt, sie sind Dinosauriern auf der Spur gewesen, sie bauen sich Brücken und erleben Abenteuer in einer Schlucht. Sie schnitzen, sie suchen nach Tieren – da reichen durchaus Regenwurm, Käfer, Spinne und co – und beobachten diese. Woher ich das weiß? Netterweise wird jede Woche ein Waldtagebuch geführt, welches dann öffentlich in der Kita ausliegt und wir Eltern somit bestens darüber informiert sind, was da so im Wald alles passiert.

Was ich von den ganzen Erlebnissen als einziges mitbekomme, zeige ich Euch auf den nächsten Bildern. Lach!

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Die Wanderschuhe hatten jetzt ihren ersten Waldeinsatz, ich würde sagen, sie haben den Test bestanden. Der Schneeanzug hätte sicherlich vor der Waschmaschine ohne Hilfe gestanden. Jetzt ist alles wieder sauber, die Schuhe warten gut abgebürstet auf ihren nächsten Einsatz, der Schneeanzug hat jetzt hoffentlich mal ausgedient.

Und das Lied der Waldkinder wird hier fleißig rauf und runter gesungen!

Schwarze Fingernägel, Kletten im Haar, 

die Klamotten, die stinken nach Ofen, 

Nasse Hosenbeine,

rat´ mal, wo ich heute war.

Haut riecht nach Erde und Sand.

Ritzen und schnitzen, 

im Baumhaus sitzen,

Hier ist was los. 

Äste zerhacken, 

Chapatis backen mit Apfelmus. 

 

Ich freue mich sehr darüber, dass unsere Tochter diese intensiven Walderfahrungen machen darf. Klar gehen wir auch im Wald spazieren, aber das ist einfach was anderes! Und je dreckiger die Klamotten donnerstags nachmittags sind, um so glücklicher die Kinder! Da wasche ich doch gerne und bürste nach dem Antrocknen dicke Lehmschichten von den Stiefeln!

Und wie seht Ihr das? Dürfen sich Eure Kinder nach Herzenslust einsauen?

Liebe Grüße,

Eure Oktoberkind-Mama.

 

 

Klettern, klettern und abermals klettern!

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Hallo Ihr Lieben,

das Räubermädchen ist gerade total auf dem Kletter-Trip! Es macht mir richtig viel Freude, sie dabei zu beobachten und auch zu sehen, wie sie Tag für Tag ihre eigenen Grenzen nach oben ausbaut. Sie traut sich immer mehr zu. Wenn sie nach wie vor eher der vorsichtige Klettermaxe ist, tastet sie sich doch langsam immer höher und probiert sich aus. Schaukeln werden erstmal er- und überklettert, bevor überhaupt geschaukelt wird. Aber auch das geht immer besser allein. Klar ist es immer noch bequemer, sich von Mama oder Papa anschaukeln zu lassen, aber eigentlich kommt sie prima ohne Hilfe zurecht. Gestern war ich mit meinem Patenkind und meinen Neffen im Kletterpark – wie gerne wäre das Räubermädchen auch richtig klettern gegangen. Ich musste sie leider noch etwas vertrösten. Aber spätestens nächstes Jahr gehe ich dann mit ihr ganz allein in den Kletterpark.

Dafür hat sie sich heute richtig verausgabt – einige Spielplätze mit vielen Klettermöglichkeiten! Und die erste Herbstkombi wurde dabei ausgiebigst auf ihre Kletter- und Tobefähigkeiten getestet.

Achtung Bilderflut – aber ich konnte den Finger nicht vom Auslöser lassen. GRINS!00007_IMG_7913_Emma.Oktoberkind.eu

00008_IMG_7914_Emma.Oktoberkind.eu 00009_IMG_7921_Emma.Oktoberkind.eu00012_IMG_7931_Emma.Oktoberkind.eu 00013_IMG_7934_Emma.Oktoberkind.eu 00014_IMG_7936_Emma.Oktoberkind.eu00022_IMG_7949_Emma.Oktoberkind.euUnd Steine werfen geht natürlich auch!

00025_IMG_7959_Emma.Oktoberkind.euSo – jetzt brauchen wir nur noch etwas Wind, ein Stoppelfeld und einen Drachen für den nahenden Herbst – wenn es zur Zeit auch noch nicht so danach ausschaut! Das Räubermädchen hat sich in ihrer ersten Herbstkombi übrigens so wohl gefühlt, dass die Beaniemütze und auch das Langarmkleid nicht gegen Sonnenhut und T-Shirt getauscht werden durften!

Spätsommerliche Grüße,

Eure Oktoberkind-Mama

Stoffe: Biojersey Summerdays von Sari Ahokainen gibt es hier beim Stoffgezwitscher! Ringeljersey von Lillestoff.

Schnitte: Tunikakleid Kara von Bunte Knete; Beanie Hamburger Liebe; Leggings k.A.

Neulich in der Glücks-Schuhmacherei

Hallo Ihr Lieben,

ich durfte neulich das Räubermädchen zum therapeutischen Reiten begleiten. Sie hat echt wahnsinnige Fortschritte gemacht – wenn sie auch nach 1 1/2 Jahren noch immer nicht auf dem Pferd sitzt, so ist sie aber zumeist mit Freude dabei. Sie ist direkt aus dem Bus raus, zur Therapeutin gelaufen, die mit dem Pferd gerade am Sattelplatz stand. Das Räubermädchen hat sich gleich eine Bürste geschnappt und Blaisy gestriegelt. Dann hat sie fleissig beim Hufauskratzen geholfen. Sie kennt alle Reitbegriffe – der liebsten Conni Klawitter sei Dank! Die Motte führt jetzt ihren Blaisy – sie geht zusammen mit der Therpeutin und dem Pferd durch die Reithalle und gibt die Kommandos. Kommandos geben kommt unserem Kind doch sehr entgegen – versucht sie das im Alltag doch auch allzu gern. GRINS!

Blaisy – ich dachte ja immer, sie sei ein Mädchen, aber nach genauer Betrachtung der Pferde-Anatomie muss ich mich doch korrigieren! Entschuldige bitte, Herr Blaisy!

00001_IMG_7726_Emma.Oktoberkind.euZwischendurch kommen andere Kinder dran, da kann ordentlich gespielt werden!

00003_IMG_7759_Emma.Oktoberkind.euSo ein Pferd ist einfach groß – dem muss man mit dem entsprechenden Respekt begegnen.

00002_IMG_7728_Emma.Oktoberkind.euUnd weil ich zugucken war, durfte ich zum Schluss auch noch ne Runde auf´s Pferd. Ich bin sogar ohne Kran draufgekommen. Allerdings hätte ich es echt besser wissen müssen. Nachmittags waren meine Augen sowas von zugeschwollen… Das ist definitiv das letzte Mal, dass ich auf einem Pferd gesessen habe – obwohl ich zugeben muss, es hat mir sogar Spaß gemacht. Allerdings haben sich meine Augen seither nicht mehr komplett erholt. Sie sind jetzt einfach mega empfindlich, was Tiere angeht. Welchen Nutzen haben eigentlich diese blöden Allergien?!?

Zum Schluss durfte ich noch einen tiefen Blick in den Glücks-Schuhladen werfen. Ein Hufschmied baute gerade alles auf, um die Pferde auf dem Reiterhof zu beschlagen! Für die Kinder war das natürlich auch ein ganz besonderes Erlebnis!

00001_IMG_7775_Emma.Oktoberkind.eu  00003_IMG_7777_Emma.Oktoberkind.eu00004_IMG_7778_Emma.Oktoberkind.eu00005_IMG_7779_Emma.Oktoberkind.euFür mich liegt das Glück der Erde leider nicht auf dem Rücken der Pferde… Doch sie sind sehr imposante Tiere und vor allem, wenn man diese kleinen Kinder auf den großen Pferden “turnen” sieht – ja ich weiss, das heisst eigentlich voltigieren – dann hab ich noch mehr Respekt vor den Kids als vor den Pferden!

Jetzt muss ich mir nach dem Schreiben des Posts aber nochmal ein paar Augentropfen genehmigen…

Ich hoffe, ihr reagiert nicht so fies auf Pferde oder andere Tiere.

Liebe Grüße,

Eure Oktoberkind-Mama

Der halbe Anton

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Hallo Ihr Lieben,

des Räubermädchens liebster Spielkumpel im Kindergarten ist ein kleiner Junge namens Anton. Die zwei gehen gemeinsam durch dick und dünn, suchen sich die schmutzigsten Ecken auf dem Außengelände – zumeist etwas abseits der anderen Kinder. Sie schmieden gemeinsam Pläne, wechseln sich auch bei der Rädelsführung ab. Sie teilen das Essen miteinander, füttern sich gegenseitig mit Trauben. Während sie gerade noch in trauter Zweisamkeit zufrieden spielen, kommt im nächsten Augenblick “Du bist jetzt nicht mehr mein Freund”. Sie können häufiger nicht miteinander, aber ohne geht gar nicht. Es hat schon viele Tränen gegeben, das Räubermädchen zeigt regelrecht Eifersucht, wenn ihr Best Buddy gerade mal wieder kein Freund ist. Aber auch das beruht auf Gegenseitigkeit. Ich könnte die beiden täglich knutschen, wenn ich sie – egal in welchem Gemütszustand auch immer – zusammen spielen sehe.

Um den besten Freund stets an ihrer Seite zu haben – hat sie kurzerhand den halben Anton als unsichtbaren Freund aus der Schatzkiste gezogen. Zum Glück passt der halbe Anton in die geschlossene Kinderhand, ist auch sonst sehr genügsam. Allerdings muss ich bei Autofahrten darauf achten, dass auch alles ordnungsgemäß abläuft, sprich, der halbe Anton muss natürlich auch angeschnallt werden. Er begleitet uns auf Schritt und Tritt. Nur in ihr Bett lässt sie ihren unsichtbaren Freund nicht. Dafür darf er aber auf dem großen Sitzdrachen Fridolin schlafen. GRINS!

Und damit das Räubermädchen auch im Spiel mit dem ganzen Anton einen coolen Auftritt hinlegen kann, gibt es ein neues Outfit aus dem genialen Astronautenjersey in Bioqualität von Stoffgezwitscher, mädchenhaft pink, aber dennoch cool genug für Abenteuerausflüge mit dem echten und dem halben Anton! Und den ersten Schwerelosigkeitstest auf dem Trampolin haben die süßen Astronauten auch bestanden!

Und jetzt kommt eine Bilderflut!

00015_IMG_7536_Emma.Oktoberkind.eu00016_IMG_7537_Emma.Oktoberkind.eu00011_IMG_7532_Emma.Oktoberkind.eu00014_IMG_7535_Emma.Oktoberkind.eu00008_IMG_7529_Emma.Oktoberkind.eu00018_IMG_7541_Emma.Oktoberkind.eu00001_IMG_7551_Emma.Oktoberkind.euDie Astronauten haben den ersten harten Außeneinsatz bravorös gemeistert und warten bereits auf die erste intergalaktische Reinigung!

Habt einen schönen Hochsommerabend!

Liebe Grüße von der

Oktoberkind-Mama.

Astronautenjersey von hier. Dünner Stretchjeans aus dem eigenen Fundus.

Schnittmuster Shirt: abgewandeltes Trägerkleid von Klimperklein.

Schnittmuster Rock: MiaRia von Frl. Päng Bunte Knete.

Beule an der Stirn von einem Stund am Wochenende.

Vom wachsen, sich ausprobieren und mutig sein

Hallo Ihr Lieben,

Mensch – eigentlich wollte ich schon längst ganz viel gepostet haben. Das Räubermädchen macht gerade soooo viele Entwicklungssprünge. Da weiß ich fast gar nicht, wo ich anfangen soll.

Zuerst muss ich Euch davon berichten, dass wir endlich mit gut 5 1/2 Jahren die 1 Meter-Schallmauer durchbrochen haben. Seit Wochen sind wir um die Messlatte herumgeschlichen. Doch totz gefühltem riesen Wachstumsschub blieb das Räubermädchen unter den 100 cm. Bei der Herzkontrolle Anfang Juni wurden routinemäßig auch Gewicht und Größe festgehalten. Und siehe da – 101 cm! Juchu!!! Die Situation am Herzen hat sich etwas verschlechtert, allerdings nicht bedenklich, sodass wir den nächsten Termin erst im November haben. Es besteht kein akuter Handlungsbedarf. Puuuhhhh!

00001_IMG_7345_Emma.Oktoberkind.euDas Räubermädchen hat in den letzten Wochen und Monaten soooo viel Neues dazugelernt. Motorisch ist ganz viel dazugekommen. Seit letztem Sommer haben wir ein Trampolin im Garten stehen. Letztes Jahr ist sie darauf mit doch sehr steifen Beinen gehüpft. Aber eigentlich war das Trampolin dazu da, um den Popoklatscher mit waagerecht nach vorn geworfenen ausgestreckten Beinen zu automatisieren! Das kann sie aber auch echt super! Nach der Winterpause hat die Maus doch tatsächlich ihre Knie entdeckt! Sie hüft jetzt richtig mit dem Einsatz der Knie! Und dann hat es Klick gemacht! Sie hat den Bogen raus, wie man vom Po wieder auf die Füße kommt! Hat sie sich gefreut! Das kann man eigentlich gar nicht mit Worten beschreiben. Es ging dann in einem Fort Popo, Füße, Popo, Füße, Popo, Füße, … begleitet von lautem Freudenjubel! Die Oktoberkind-Mama und der Oktoberkind-Papa hatten vor lauter Freude etwas Pipi in den Augen!

Das Räubermädchen probiert sich aus – sie kann sich jetzt allein anschaukeln, klettert auf Schaukeln rauf und darüber, klettert in die Kleinkinderschaukeln rein, versucht, stehend zu schaukeln. Klettern steht gerade hoch im Kurs. Komme ich nachmittags in den Kindergarten, finde ich sie immer wieder am und auf dem Klettergerüst vor. Außerdem wächst der Aktionsradius im Außengelände des Kindergartens.

00001_IMG_7296_Emma.Oktoberkind.euMut und Zutrauen – nicht nur für das Räubermädchen zur Zeit sehr wichtig! Auch für uns als Eltern ist es eine spannende Zeit. Wachsen heisst auch loslassen können. In diesem Fall ist die Leine länger geworden. Ich “verfolge” die Maus Zuhause nicht auf Schritt und Tritt, ich schenke ihr Vertrauen, in der Hoffnung, dass sie sich an die getroffenen Absprachen hält. Zuhause klappt das schon ganz gut. Aber auch “draußen” lasse ich sie immer mehr laufen, freue mich, wenn ein Stopp direkt umgesetzt wird. Natürlich läuft nicht jeder Tag gleich gut und wenn der Freiheitsdrang zu groß wird und der Entdeckergeist das Ruder übernimmt, wird die Leine auch ganz schnell wieder angezogen und verkürzt.

Die Tage hat sie mich überrascht, als sie sagte: Mama, ich bin mutig! – Ich: Prima, Schatz! Das find ich gut! Dann kommt das Feedback: Mama, ich bin doch nicht mutig! Ich will da jetzt nicht reingehen! Wir waren gerade auf dem Weg in eine ihr nicht vertraute Wohnung.

Sie ist sich ihrer Ängste durchaus bewusst – sie entdeckt auch neue, wo es früher keine Probleme gab. So macht ihr beispielsweise eine offene Treppe – die Stirnseiten der Stufen sind offen – gerade echt zu schaffen. Sie hat Angst, dort hindurchzufallen. Oder aber auf dem Spielplatz auf einem Piratenschiff hat sie Angst vor den Fugen zwischen den Holzplanken. Für mich ist das oft schwer zu unterscheiden, ob es einfach nur die Böckchen im Kopf sind, die sich da querstellen oder aber die ausgeprägte Lauffaulheit (auf die Treppe bezogen) oder ob die Furcht wirklich so groß ist. So wachsen auch wir Eltern täglich mit den neuen Herausforderungen.

So, und damit Ihr nicht noch Wochen auf diesen Post warten müsst, häng ich noch ein lecker Eisbild an – der Hochsommer macht nur eine kurze Pause, Zeit, den Eisvorrat nochmal aufzustocken!

00001_IMG_7355_Emma.Oktoberkind.euHabt eine schöne Zeit!

Eure Oktoberkind-Mama