Schwarze Fingernägel, Kletten im Haar!

Ihr Lieben,

heute gibt es endlich mal wieder einen kleinen Einblick in das Leben und die Entwicklung vom Räubermädchen.

Das letzte Vierteljahr im Kindergarten ist angebrochen. Waaaas? Wirklich nur noch so wenig Zeit in dieser tollen Einrichtung, in der wir uns dann vier Jahre Zuhause fühlten? Wenn ich daran denke, wird mir schon ganz flau im Magen…

Eigentlich möchte ich Euch an dieser Stelle gerne schon ein wenig Ausblick auf den nächsten spannenden Lebensabschnitt des Räubermädchens geben, aber da muss ich Euch leider noch ein wenig vertrösten. Wir haben uns einige Schulen angesehen, haben gute, aber leider auch sehr schlechte Erfahrungen gemacht. In Kürze erwarten wir das Fördergutachten und dann kann ich Euch hoffentlich bald einen ausführlichen Bericht über die Schulwahl präsentieren.

Motorik steht gerade hoch im Kurs. Überall wird geklettert und balanciert. Es wird versucht, auf einem Bein zu hüpfen. Das Trampolin ist gerade das Highlight schlechthin, seit es wieder nutzbar ist. Ist das Wetter schlecht, werden Sofa und Bett kurzerhand zum Trampolin umfunktioniert. Zu meinem Leidwesen, da ich echt Schiss hab, dass die Maus sich mal heftigst weh tut… Aber Augen zu und durch. Nur so kann man sich entwickeln… Auch feinmotorisch geht es voran. Sie schreibt gerne Buchstaben, beim Malen werden die Bilder gegenständlicher. Papier mit der Schere zerschnipseln macht ihr einen Riesen-Spaß.

Seit Januar ist das Räubermädchen ja ein richtiges Waldkind. Sie fährt gern mit in den Wald, obwohl sie mit den kurzen Beinen und der nach wie vor fehlenden 100% Sicherheit in unwegsamem Gelände schwer zu kämpfen hat. Der liebste Platz ist somit – gerade in der kalten Winterzeit – ein Plätzchen am Lagerfeuer. Feuer im Wald, werdet Ihr Euch jetzt sicherlich fragen. Geht das denn überhaupt? Ja – es darf an einer dafür eingerichteten Feuerstelle offenes Feuer im Wald gemacht werden und das ist jede Woche ein großes Erlebnis, wenn auf der Feuerstelle das Mittagessen gekocht wird.

Die Kinder machen tolle Erfahrungen im Wald – sie haben schon in einem großen Wasserloch nach Haien geangelt, sie sind Dinosauriern auf der Spur gewesen, sie bauen sich Brücken und erleben Abenteuer in einer Schlucht. Sie schnitzen, sie suchen nach Tieren – da reichen durchaus Regenwurm, Käfer, Spinne und co – und beobachten diese. Woher ich das weiß? Netterweise wird jede Woche ein Waldtagebuch geführt, welches dann öffentlich in der Kita ausliegt und wir Eltern somit bestens darüber informiert sind, was da so im Wald alles passiert.

Was ich von den ganzen Erlebnissen als einziges mitbekomme, zeige ich Euch auf den nächsten Bildern. Lach!

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Die Wanderschuhe hatten jetzt ihren ersten Waldeinsatz, ich würde sagen, sie haben den Test bestanden. Der Schneeanzug hätte sicherlich vor der Waschmaschine ohne Hilfe gestanden. Jetzt ist alles wieder sauber, die Schuhe warten gut abgebürstet auf ihren nächsten Einsatz, der Schneeanzug hat jetzt hoffentlich mal ausgedient.

Und das Lied der Waldkinder wird hier fleißig rauf und runter gesungen!

Schwarze Fingernägel, Kletten im Haar, 

die Klamotten, die stinken nach Ofen, 

Nasse Hosenbeine,

rat´ mal, wo ich heute war.

Haut riecht nach Erde und Sand.

Ritzen und schnitzen, 

im Baumhaus sitzen,

Hier ist was los. 

Äste zerhacken, 

Chapatis backen mit Apfelmus. 

 

Ich freue mich sehr darüber, dass unsere Tochter diese intensiven Walderfahrungen machen darf. Klar gehen wir auch im Wald spazieren, aber das ist einfach was anderes! Und je dreckiger die Klamotten donnerstags nachmittags sind, um so glücklicher die Kinder! Da wasche ich doch gerne und bürste nach dem Antrocknen dicke Lehmschichten von den Stiefeln!

Und wie seht Ihr das? Dürfen sich Eure Kinder nach Herzenslust einsauen?

Liebe Grüße,

Eure Oktoberkind-Mama.

 

 

Waldkind!

Hallo Ihr Lieben,

ich hab gerade den dicken Staubwedel ausgepackt und muss hier mal gründlich Staub wegwischen… Wedelwedelwischwisch… Hier war es viel zu lange viel zu ruhig! Das soll sich flott wieder ändern!

Heute ist ein ganz besonderer Tag – für´s Räubermädchen und auch für die Mama. Heute startet das Waldprojekt der Schulkinder im Kindergarten. Seit Wochen bin ich in den Vorbereitungen, die richtige Kleidung für das Räubermädchen zu finden. Als Mama macht man sich ja immer einen RIESEN Kopf, ob das Kind denn nun auch richtig ausgestattet ist und nicht friert im Wald… Bei den Proportionen des Räubermädchens ist es gar nicht so einfach, die richtige Kleidung zu finden. Kurze Arme und kurze Beine gehören zur Extraausstattung dazu genauso wie ein kompakter – eher stämmiger Körperbau. Gestern hab ich zwei dicke Pakete zurück zur Post gebracht, mit bestellten Outdoor-Klamotten, die dann doch nicht richtig passten…

Heute morgen war hier schon helle Aufregung! Das Räubermädchen wurde wach und freute sich total auf das Waldprojekt! Ab heute geht es bei Wind und Wetter einmal die Woche für mehrere Stunden raus in den Wald! Das ist das Highlight für die Vorschulkinder.

Ich sitze jetzt sicherlich die nächsten Stunden völlig aufgeregt da und frage mich die ganze Zeit, ist die Maus auch richtig gut eingepackt? Hoffentlich friert sie nicht… Hoffentlich hat sie Spaß im Wald… Hoffentlich habe ich ausreichend Proviant eingepackt…

Ganz sicher alles völlig unbegründet – die Brotdose ist randvoll – genug drin, um mit den anderen Waldkindern und Erziehern zu teilen. Richtig dicke, warme Boots sorgen für warme Füße, Thermounterwäsche für Wärme nah am Körper, ein flauschiger Fleecepulli und der dicke Schneeanzug, sowie die extra genähte Sturmmütze runden das Waldoutfit ab. Natürlich sind auch dicke Handschuhe mit im Gepäck – obwohl sie Handschuhe nicht leiden kann! Dabei bin ich eigentlich gar nicht so der Typ Glucke oder gar Helikopter-Mama…

Ja – das Räubermädchen wird groß!

So ist sie heute morgen aufgebrochen! Das ist übrigens kein entsetzter Gesichtsausdruck – ich war nur zu langsam beim fotografieren. GRINS!

00001_20160114_085017_Emma.Oktoberkind.euIch hoffe, ich bekomme heute Nachmittag ein völlig eingesautes, glückliches Räubermädchen zurück! Sorry für das schlechte Handybild 🙂

Habt einen schönen Tag – hier scheint die Sonne und am blauen Himmel tummeln sich lustige weiße Wolken!

Eure Oktoberkind-Mama

PS: Und da wir uns dieses Jahr noch gar nicht gelesen haben, schicke ich beste Wünsche, Gesundheit, Zufriedenheit, ein Quäntchen Glück für alle mit! Und ich wünsche mir von ganzem Herzen für alle eine friedvollere Welt! Das was gerade an Unfrieden, Hetze und Hass gesät wird, ist keine gute Basis für unsere Kinder! Frieden fängt im kleinen an und jeder von uns kann seinen Teil dazu beitragen!

 

 

Der halbe Anton

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Hallo Ihr Lieben,

des Räubermädchens liebster Spielkumpel im Kindergarten ist ein kleiner Junge namens Anton. Die zwei gehen gemeinsam durch dick und dünn, suchen sich die schmutzigsten Ecken auf dem Außengelände – zumeist etwas abseits der anderen Kinder. Sie schmieden gemeinsam Pläne, wechseln sich auch bei der Rädelsführung ab. Sie teilen das Essen miteinander, füttern sich gegenseitig mit Trauben. Während sie gerade noch in trauter Zweisamkeit zufrieden spielen, kommt im nächsten Augenblick “Du bist jetzt nicht mehr mein Freund”. Sie können häufiger nicht miteinander, aber ohne geht gar nicht. Es hat schon viele Tränen gegeben, das Räubermädchen zeigt regelrecht Eifersucht, wenn ihr Best Buddy gerade mal wieder kein Freund ist. Aber auch das beruht auf Gegenseitigkeit. Ich könnte die beiden täglich knutschen, wenn ich sie – egal in welchem Gemütszustand auch immer – zusammen spielen sehe.

Um den besten Freund stets an ihrer Seite zu haben – hat sie kurzerhand den halben Anton als unsichtbaren Freund aus der Schatzkiste gezogen. Zum Glück passt der halbe Anton in die geschlossene Kinderhand, ist auch sonst sehr genügsam. Allerdings muss ich bei Autofahrten darauf achten, dass auch alles ordnungsgemäß abläuft, sprich, der halbe Anton muss natürlich auch angeschnallt werden. Er begleitet uns auf Schritt und Tritt. Nur in ihr Bett lässt sie ihren unsichtbaren Freund nicht. Dafür darf er aber auf dem großen Sitzdrachen Fridolin schlafen. GRINS!

Und damit das Räubermädchen auch im Spiel mit dem ganzen Anton einen coolen Auftritt hinlegen kann, gibt es ein neues Outfit aus dem genialen Astronautenjersey in Bioqualität von Stoffgezwitscher, mädchenhaft pink, aber dennoch cool genug für Abenteuerausflüge mit dem echten und dem halben Anton! Und den ersten Schwerelosigkeitstest auf dem Trampolin haben die süßen Astronauten auch bestanden!

Und jetzt kommt eine Bilderflut!

00015_IMG_7536_Emma.Oktoberkind.eu00016_IMG_7537_Emma.Oktoberkind.eu00011_IMG_7532_Emma.Oktoberkind.eu00014_IMG_7535_Emma.Oktoberkind.eu00008_IMG_7529_Emma.Oktoberkind.eu00018_IMG_7541_Emma.Oktoberkind.eu00001_IMG_7551_Emma.Oktoberkind.euDie Astronauten haben den ersten harten Außeneinsatz bravorös gemeistert und warten bereits auf die erste intergalaktische Reinigung!

Habt einen schönen Hochsommerabend!

Liebe Grüße von der

Oktoberkind-Mama.

Astronautenjersey von hier. Dünner Stretchjeans aus dem eigenen Fundus.

Schnittmuster Shirt: abgewandeltes Trägerkleid von Klimperklein.

Schnittmuster Rock: MiaRia von Frl. Päng Bunte Knete.

Beule an der Stirn von einem Stund am Wochenende.

Lieblings-Wochentag-Programm

Hallo Ihr Lieben,

nachdem es die letzten Male doch sehr kreativ-lastig war, kommt jetzt mal wieder was von mir. GRINS! Ein Tag der Woche ist mir der Liebste! Da stehe ich nämlich ganz gemütlich mit Mama auf und der erste Tagesordnungspunkt außerhalb unserer Vierwände ist die wöchentliche Logopädie-Stunde. Ich freue mich jede Woche sehr auf den Termin. Wenn Mama sagt, wir fahren zur Edith, ziehe ich freiwillig meine Schuhe an und will meistens sofort los.

Wir starten die Stunde mit ein wenig Gesichtsgymnastik. Da dehnt die liebe Edith die Muskeln um den Mund herum und am Schluss spielen wir immer noch mit meiner Zunge. Für mich ist das eher ein intensives Kuscheln mit meiner Lieblings-Edith, entweder zählen wir oder singen dabei. Für die Großen ist das irgendwas orofaziales nach Castillo Morales. Aber wurscht – Hauptsache, es macht Spaß!

Anschließend spielen wir am Tisch weiter. Da gibt es dann immer ganz tolle Kartenspiele oder Puzzle, die ich dort mit Edith spielen darf.

Heute gibt es ein Kartenspiel mit Umrissen und richtigen Bildern. Die Umrisse liegen alle auf dem Tisch und ich darf eine Karte mit einem richtigen Bild ziehen. Dann zeige ich Mama und Edith, wo der passende Umriss dazu liegt und erzähle, was ich auf der Karte sehe. Wenn ich ganz neue oder schwere Worte nicht richtig sprechen kann, klatschen wir die Silben nach Kon-Lab ab und ich kann mir so die Aussprache viel besser merken.

Beim nächsten Spiel – einem Puzzle ohne Löcher – lege ich die Teile so zusammen, dass man den Gegenstand richtig sehen kann. Dann “lese” ich, indem ich den Gegenstand benenne. Schön, dass da auch mal das richtige Wort steht, so habe ich zumindest schon mal gesehen, wie man MAUS schreibt.

Diese Puzzle hab ich alle gemacht und gelesen. Und am Schluss durfte ich die geschriebenen Worte noch den Bildern zuordnen – da hat mir Edith aber geholfen. Das war ja auch das erste Mal, dass ich “lesen” durfte.

Wenn ich fertig bin, begrüße ich noch schnell die Melli, die nach mir mit Edith spielen darf und dann geht es aber in den Kindergarten. Dort warten meine Freunde schon auf mich. Vor dem Mittagessen gibt es dort noch was ganz Besonderes: wir gehen mit ein paar Kindern in die Turnhalle und haben dort die Musikgruppe. Dort singen wir und bewegen und zu den Liedern. Ich liebe Musik und seit ich in die Musikgruppe gehe, singe ich auch zuhause ganz viel. Mittlerweile versteht Mama meine Lieder auch, ohne meine Erzieherinnen fragen zu müssen. Dumm nur, dass Mama nicht so viele Lieder kennt wie ich. GRINS! Da muss sie dann wieder Dr. Goggel befragen, um mit mir singen zu können.

Nach dem Kindergarten geht es dann schon zum nächsten Highlight – ich treffe meine Freunde auf dem Waldspielplatz sofern der große Wetterguru nichts dagegen hat.

Dort ist es immer total schön, man kann ganz viel klettern, schaukeln oder rutschen. Neulich bin ich mal ganz allein die große Rutsche runter – allerdings auf dem Bauch und Mama war dummerweise hinter mir. Plötzlich bin ich richtig schnell geworden und der Mann, der neben der Rutsche stand,  hat mich durchrutschen lassen… Ich hab mich natürlich total erschrocken, als ich in den Rindenmulch umgepflügt habe. Zum Glück ist nichts passiert!

So ist es sicherer aber irgendwie auch uncool – auf dem Schoß meiner großen Freundin, die genauso heißt wie ich!

Und hier mach ich Euch nochmal den Rinden-Molch!

Und wenn ich dann abends zuhause ankomme, bin ich reif für die Wanne und Mama hat nen Frischluft-Schock. GRINS!

Und was macht Ihr so an Eurem Lieblingswochentag?

Ganz liebe – von meinem Lieblingstag träumende Grüße,

Eure Emma Lotta!

 

 

Auf hoher See!

Hallo Ihr Lieben,

heute war ja ein toller Tag! Wir bereiten uns schon seit Wochen im Kindergarten auf das große Verkleidungsfest vor. Unter dem Motto “Auf hoher See” haben wir die Gruppenräume toll geschmückt – wir haben Fische fürs Fenster gebastelt, eine Palme wächst in unserer Gruppe an der Wand, überall hängen Netze von den Decken. In der Mittagszeit wurde fleissig aus Pippi im TakaTuka Land vorgelesen.

Seit Wochen machte Mama sich Gedanken, als was ich denn heute beim großen Verkleidungsspektakel gehen könnte. Eigentlich sollte es ja Pippi Langstrumpf werden, aber irgendwie hatte Mama das verworfen. Dann kam sie auf die ganz tolle Idee, einen Meeresbewohner aus mir zu machen. GANZ tolle Idee! Achtung! Ironie!!! Von einem Einkaufstripp kam sie mit einem Krakenkostüm für mich zurück. Ich habe mich von Anfang an stark geweigert, das Teil anzuziehen. Papa hatte da vollstes Verständnis und wir haben uns letztendlich durchgesetzt. Ein schönes Bild war einfach nicht möglich, weil ich immer wieder ganz schnell aus diesem achtarmigen Monster raus wollte.

Also musste Mama kurz vor knapp nochmal an die Zaubermaschine und hat mir ein Piraten-Outfit gezaubert. Die Bilder sind nicht besonders toll, es musste heute morgen nämlich schnell gehen, weil wir mal wieder etwas spät dran waren. GRINS!

Da hat sich auch noch die Mama auf das Bild gemogelt. Tststs…

So bin ich dann in den Kindergarten und da haben wir aber mal so richtig die Piratensause gemacht!!! Ich sag nur PAAAARRRRTTTTTYYYYYYYYYYYYYYY! Und … da hat das rote Pferd… Lalalalala! Ausserdem hat der ganze Kindergarten einen Krachmacherumzug durchs Quatier gemacht! Total cool – vor allem, weil ich gemütlich in meiner Kutsche sitzen durfe. Ich hab nämlich kurzerhand das Schiff gegen meinen Buggy eingetauscht!

Nachmittags ist bei uns zuhause eine kleine Piratenmaus völlig verausgabt auf den Flurplanken gestrandet. Ein kleines Erholungsschläfchen an Deck.

Das Piratenleben ist echt ganz schön anstrengend!!!

Ich hoffe, Ihr hattet heute auch so einen aufregenden Tag!

Ganz liebe – vom Piratenparty machen – träumende Grüße,

Eure Emma Lotta!