Blaue Wunschpunkte und ein Muttertagsgedicht

Ihr Lieben,

ich hoffe, Ihr verbringt einen schönen Muttertag. Hier ist es wechselhaft, aber mehrheitlich sonnig.

Von meiner süßen Motte hab ich heute ein selbstgemaltes Bild bekommen und sie hat in der Schule ein ganz schön langes Gedicht auswendig gelernt!

Wir wären nicht gewaschen
Und meistens nicht gekämmt.
Die Strümpfe hätten Löcher
Und schmutzig wär das Hemd.

Wir äßen Fisch mit Honig
Und Blumenkohl mit Zimt.
Wenn du nicht täglich sorgtest,
Das alles klappt und stimmt.

Wir hätten nasse Füße
Und Zähne schwarz wie Ruß.
Und bis zu beiden Ohren
Die Haut voll Pflaumenmus.

Wir könnten auch nicht schlafen,
Wenn du nicht noch mal kämst.
Und uns, bevor wir träumen,
In deine Arme nähmst.

Und trotzdem sind wir alle auch manchmal eine Last.
Was würdest du ohne Kinder tun?
Sei froh, dass du uns hast.

Ich hab mich riesig gefreut, dass sie das Gedicht von Eva Rechlin komplett aufsagen kann!

Und weil die Motte gerade mal wieder total auf das Sams steht und sie gestern in der Mitgebseltüte vom Kindergeburtstag einen blauen Wolkenstempel gefunden hat, wurden kurzerhand Gesicht, Hals, Arme und ein Türrahmen mit Wunschpunkten versehen.

Ich teste dann mal, ob ich diese Wunschpunkte für mich einsetzen kann!

In diesem Sinne habt einen schönen Muttertags-Sonntag!

Eure Oktoberkind-Mama

Wenn ich den See seh, brauch ich kein Meer mehr! Nachlese Geburtstags-Marathon, Teil 1

Hallo Ihr Lieben,

ich sehe, es hat sich dann doch schon wieder eine kleine Staubschicht auf dem blog niedergelassen… Schrecklich, wie schnell die Zeit rast…

Wir haben zur Zeit die ersten Ferien vom Räubermädchen. Zwei Wochen Herbstferien – letzte Woche hatten wir noch ein paar Termine, aber am Freitag haben wir die Koffer gepackt und sind an den geliebten Bodensee zur Familie gefahren.

Es hat schon was für sich, wenn man die Geburtstage einfach auslagert. ABER es hat auch mit ganz viel Organisation zu tun, schließlich müssen Geschenke mitgenommen werden, Dekokram für Tisch und Kuchen, … Freitag morgen um 1.12 h ist das obligatorische Geburtstags-Shirt fürs Räubermädchen fertig geworden. Aber was sein muss, muss einfach sein!

Nach einer langen Fahrt durch den typischen Freitagnachmittagsverkehr begrüßte uns der See mit diesem tollen Sonnenuntergang.

00001_20161014_183049_emma-oktoberkind-euDa war dann der ganze Fahrtstress mit zähfließendem Verkehr und Stau und so schnell wieder vergessen. Denn “Wenn ich den See seh, brauch ich kein Meer mehr”! Mir hat der Anblick fast Tränen der Freude beschert! Ich liebe ihn einfach! Den See und die Landschaft drumherum – egal zu welcher Jahreszeit! Da war es nur obligatorisch, an der Birnau rauszufahren und von der großen Terrasse aus den Sonnenuntergang zu genießen!

Samstag dann der Geburtstag vom Oktoberkind-Papa. Lecker frühstücken, Oma und Opa besuchen, spielen am See. Abends haben wir großen Oktoberkinder uns dann gemütlich in eines der Lieblingsrestaurants des Geburtstagskindes verzogen, während das Oktobermädchen mit Tante und Onkel fleißig ihren Geburtstagskuchen gebacken und verziert hat – oder doch eher den Kuchenteig mit dem Löffel in sich reingeschaufelt…. An meine Schwägerin und meinen Schwager nochmal ein riesiges Dankeschön für den schönen Abend zu zweit! Hatten wir so gemütlich auch schon länger nicht mehr!

Und bekannterweise ist im Hause Oktoberkind nach dem Geburtstag vor dem Geburtstag – wobei sie ja eigentlich nahtlos ineinander übergehen. Natürlich war das Räubermädchen um 22 h noch hellwach und völlig aufgekratzt, so dass es schon schwierig wurde, sie ins Bett zu bekommen. Als Mama hat man dann ja immer noch im Hinterkopf, was noch alles erledigt werden muss. Gerade an Geburtstagen ist die Nacht ja lange vorm ausgeschlafen sein vorbei. Ein paar Nächte vor ihrem Geburtstag rief sie auf einmal mitten in meine Tiefschlafphase hinein: Mama?! Hab ich jetzt Geburtstag?! Völlig schlaftrunken musste ich ihr dann erklären, dass es noch immer tief in der Nacht ist und sie noch 4 mal schlafen müsste…

Also noch flott den Geburtstagstisch gerichtet, die letzten Geschenke verpackt und ein wenig Deko angebracht.

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Es war dann wohl doch spät geworden, denn meinem Neffen ist erst beim Frühstück aufgefallen, dass der kleine Geburtstagskuchen 8 Kerzen trug… Aber unser Geburtstagskind hat das gar nicht interessiert. Schließlich war neben dem Auspusten der Kerzen das Geschenkeauspacken viel wichtiger!

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Der Schminkkopf ist ein tolles Geschenk, sowohl für das Kind als auch für die Mama. Lach! Ich hab mir sowas früher immer gewünscht, aber nie bekommen. Dafür mussten dann meine Cousinen mit ihren langen Haaren herhalten, damit ich Friseur spielen konnte. So ist es aber viel schöner – die Motte schminkt, ich übe mich an neuen Frisuren. Jetzt brauch ich nur noch ein Kind, was genauso still hält und zudem noch so viel Haarpracht hat. Grins.

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Und bevor es dann wieder stundenlang gen Heimat ging, mussten wir alle nochmal Seeluft schnuppern und Steine ins Wasser werfen. Leider hatte die liebe Sonne es am Sonntag nicht so gut mit uns gemeint. Sie kam erst so richtig raus, als wir wieder auf dem Heimweg waren…

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Eigentlich gab es zum Geburtstagsshirt noch eine passende Jeggings, aber die wollte das Räubermädchen nicht anziehen. Sie hat halt ihren eigenen Kopf. Zwinker!

Zum Abschluss habe ich noch ein Highlight aus der Kategorie Kindermund: Am Samstag waren noch Freunde von der Familie zum Frühstück eingeladen. Der Freund spielt sehr gut Klavier. Die Motte holt zuallererst mal Noten für den Pianisten, dann sagt sie völlig suverän zu ihm: “Oder spiel doch einfach was, was Du kannst!” Das lass ich dann mal so stehen. LOL!

Da ich noch einiges zu zeigen habe, hoffe ich, Euch hier schon ganz bald wieder zu sehen!

Habt eine schöne Zeit!

Liebe Grüße,

Eure Oktoberkind-Mama

Werbung:

Schnittmuster Lottis Zipfelshirt von Mitosa Kreativ – coming soon!

Stoffe: Oh my Deer und Kombistoff von Nikiko bei AfS – gerade ausverkauft, kommt aber bald wieder rein (hier wurde ein Musterstoff verarbeitet, der eine etwas andere Farbstellung hat); Jeansjersey und Ringel von Lillestoff

 

Ein waschechtes Schulkind!

Ihr Lieben,

was soll ich sagen?!? Lange habt Ihr nichts von uns gelesen. Es hat sich wieder mal eine dicke, dicke Staubschicht über das Blog gelegt (kann mir eigentlich mal einer meiner Bloggerfreunde erklären, warum es DAS blog heißt?). Ich glaub, ich brauch schon fast einen Laubbläser, um den Staub hier weg zu bekommen… Also mal alle kräftig puuuuuusten und weg damit!

Ja – wir haben jetzt seit Dienstag auch ein richtiges Schulkind Zuhause!

Der Weg dorthin war sehr aufregend. Bereits das ganze letzte Kindergartenjahr begleitete uns – mal mehr, mal weniger – die Wahl der richtigen Schule. Inklusiv sollte es sein, am allerbesten in der zugehörigen Stadtteil-Grundschule. Doch hier stellte sich sehr schnell heraus, die Chemie stimmt nicht zwingend und Inklusion ist zwar ganz gut und schön, nur kosten darf sie nichts. Bei der Schulwahl für das Räubermädchen war vor allem wichtig, dass sie dort gut und richtig aufgehoben ist und man den inklusiven Gedanken lebt. In einer Stadt mit vielen sogenannten Schwerpunktschulen (hier die Schulen, die entweder reinen Förderschulcharakter haben oder Schulen, die inklusiv arbeiten) ist es zudem schwierig, sein besonderes Kind an einer “normalen” Schule einzuschulen. Schnell wird man an die Schwerpunktschulen verwiesen. Aber auch da gibt es unterschiedliche Ansichten, ob ein Kind mit Down Syndrom zwingend dort unterrichtet werden kann. Ich habe vor einiger Zeit bei der lieben Katharina von Sonea Sonnenschein in ihrer Freitagsrubrik darüber berichtet – allerdings nicht offiziell sondern anonym, weil der ganze Schulauswahlprozess noch in vollem Gange war.

Wir haben viele Schulen angesehen, Unterrichtssequenzen beigewohnt, unzählige Gespräche geführt, das Für und Wider der einzelnen Schulen und Konzepte gegeneinander abgewägt und unser Wunsch ist in Erfüllung gegangen. Emma ist seit Dienstag nach einer wundervollen Einschulungsfeier ein waschechtes Waldorf-Schulkind!

Wir sind der festen Überzeugung, das Konzept kommt unserem Räubermädchen sicherlich entgegen und wir sind sehr gespannt, wie sie sich entwickeln wird. Ganz klar war für uns aber auch, dass sie auf diesem Weg begleitet werden sollte. Daher freuen wir uns ebenfalls sehr, dass auch dieser Schritt, eine Schulbegleitung zu finden, doch zeitnah geklappt hat.

Ich werde natürlich an dieser Stelle weiter über den Weg im inklusiven Schulalltag berichten!

Und jetzt nehme ich Euch aber mit zurück zu unserem 1. Schultag!

Unsere Maus hat im Kindergarten mit ihrer Bezugserzieherin zusammen ihre Schultüte gebastelt. Stolz hat sie sie nach Hause getragen, als sie Ende Juli aus dem Kindergarten geworfen wurde! Und ganz arg stolz bin ich auch auf das Räubermädchen! Sie hatte ganz konkrete Vorstellungen darüber, wie ihre Schultüte auszusehen hat und sie hat alles ganz allein ausgeschnitten – größtenteils aus Moosgummi. Schneiden fällt ihr nämlich noch recht schwer, das macht die Tüte noch mehr zu einem ganz besonderen Schatz!

Mich als Mama hat die Füllung dieses Schatzes ja schier an den Rande der Verzweiflung gebracht. Doch das Kind war nach dem Auspacken überglücklich und zufrieden! Was will ich mehr?!?

Es gab also schon mal keine genähte Schultüte aus Mama´s Kreativwerkstatt. Das nahm den Druck raus, war aber auch nicht gerade förderlich für das besondere Kleid, was natürlich aus dem Hause Oktoberkind stammen sollte. Ich hatte mindestens 3, wenn nicht sogar 5 verschiedene Schnitte im Kopf, aber keine wirklich überzeugende Idee, diese dann kreativ umzusetzen: totale Nähblockade und kreative Verweigerung meinerseits! Das teilte ich irgendwann meiner Freundin Katharina mit, die mir kurzerhand anbot, dass Emma ja Sonea´s Einschulungskleid vom letzten Jahr tragen könne! Dankend nahm ich das Angebot an. Für mich ist dieser Freundschaftsdienst ganz besonders wertvoll. Es verbindet die beiden Herzensschwestern wieder ein Stückchen mehr! Emma ist stolz wie Bolle gewesen, dass sie Sonea´s Kleid tragen durfte – wenn sie auch nicht wirklich begeistert ist, es wieder abzugeben. Nachdem ich ihr versprochen habe, sie bekommt auch so ein schönes Kleid genäht, war die Welt wieder in Ordnung. Lach!!! Vielen lieben Dank nochmal für die Leihgabe!

So, jetzt hab ich aber genug geschrieben! Ihr wollt doch sicher Bilder sehen, gell?

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Ein bisschen Spaß muss sein!

Unser Kindergarten bastelt auf jeden Fall die größten und dicksten Schultüten von allen! Lach!

Und was jetzt alles in der Schultüte war, zeige ich Euch in einem anderen Blogeintrag!

Allen Schulkindern 2016 wünschen wir an dieser Stelle nochmal ganz viel Spaß und Freude am Lernen! Möge Euch diese Freude durch Eure ganze Schulzeit begleiten!

Alles Liebe,

Eure Oktoberkind-Mama!

Happy World Down Syndrome Day!

Hallo Ihr Lieben,

ja ist denn schon wieder ein Jahr um? Wahnsinn, wie die Zeit vergeht…

Heute ist der 21.03.2016 – der Internationale Welt-Down-Syndrom-Tag! Vielerorts laufen weltweit Kampagnen zum Thema Down Syndrom und Inklusion. Wir feiern heute auch, aber ganz anders. Denn Emma feiert heute ganz exklusiv den Geburtstag von ihrer Freundin Mia nach. An Mias Geburtstag waren wir in Südtirol im Urlaub und sie konnte daher nicht an der offiziellen Geburtstagsfeier teilnehmen.

Heute möchte ich Euch mit nach Südtirol nehmen und Euch etwas von unserem Urlaub erzählen. Für mich sagt diese kleine Geschichte eigentlich mehr, als die vielen Workshops, Arbeitskreise oder ähnliches zum Thema Inklusion.

Wir haben zum ersten Mal Urlaub in einem Familhotel gemacht – also einem Hotel, welches total auf Familien mit Kindern ausgelegt ist. Mit Freunden aus der Schweiz sollte es eine Woche in den Winterurlaub gehen. Die Freunde waren schon mehrfach dort gewesen und schwärmten vom Hotel und all ihren Angeboten. Wir waren sehr begeistert – insbesondere von den vielfältigen Angeboten der Kinderbetreuung. Bei der Buchungsanfrage per Telefon erzählten wir dem Chef des Hotels von der kleinen Besonderheit unseres Räubermädchens und fragten ihn, ob sie denn auch die Kinderbetreuung nutzen könne. Die Antwort war sehr verhalten. Man müsse erst einmal sehen, wie das denn vor Ort läuft. Das war irgendwann im frühen Herbst letzten Jahres. Und alles noch ganz weit weg.

Dann rückte der Urlaub immer näher und plötzlich waren wir da. Direkt am Samstagnachmittag besuchten wir mit Emma die Kinderbetreuung. Sie war sofort Feuer und Flamme, wurde mit offenen Armen aufgenommen und ihre Extraausstattung war überhaupt kein Thema mehr. Natürlich kannte in kurzer Zeit fast jeder im Hotel unser Kind, was aber wohl eher an ihrer Aufgeschlossenheit lag. Italienische Kinder riefen auf dem Flur “Ciao Emma”, wenn wir zum Beispiel auf dem Weg ins Schwimmbad waren. Ich wurde von einigen Mamas angesprochen, wie toll sie es finden würden, dass Emma so aufgeschlossen sei und direkt freudenstrahlend in die Betreuung ging, während sie selbst über einen langen Zeitraum versuchten, ihre Kinder für kurze Zeit in die Betreuung zu geben. Natürlich war die Woche nicht jeden Tag nur Sonnenschein auf dem Launenbarometer vom Räubermädchen. Je nach Programmpunkt konnte das auch schnell auf ein stürmisches Tief umschlagen. Aber auch das war kein Thema!

Unser Räubermädchen überraschte uns am vorletzten Abend nicht schlecht, als sie mit vielen anderen Kindern auf der Bühne stand und bei der Kinder-Show mitwirkte. Und wir waren nicht nur wahnsinnig stolz auf unser mittlerweile nicht mehr so kleines Mädchen sondern hatten auch die ein oder andere Träne im Augenwinkel, als sie ganz allein auf der Bühne stand und auf zwei auf dem Boden ausgelegten Seilen balancierte. Sie hat uns gar nicht erzählt, dass sie aktiv bei der Show mitmacht. Es kam erst raus, als sie nachmittags von anderen Kindern zur Generalprobe abgeholt wurde.

Kurz gesagt, sie war mittendrin statt nur dabei! Es war völlig normal, anders zu sein!

Und wir haben alle Urlaub gemacht! Wir Erwachsenen konnten mal gemeinsam Ski fahren oder auch einfach nur in Ruhe einen Kaffee trinken, das Räubermädchen war in der Zeit bestens versorgt. Das Abendessen war total entspannt – wir Großen konnten gemütlich unser Menü genießen, während die Kinder im Spielzimmer Spaß hatten.

So – und jetzt Konfetti, Luftschlangen, Tröten, Luftballons, Kuchen und Saft auf den Tisch! Laute Musik dazu und es darf nach Herzenslust gefeiert und getanzt werden!

Habt einen schönen WDSD!

Eure Oktoberkind-Mama

 

SECHS!

Liebes Räubermädchen,

in wenigen Stunden wirst Du voller Aufregung wach werden und fragen: “Hab ich jetzt Geburtstag?” Du wirst sofort hellwach sein und vor lauter Vorfreude kann es Dir bestimmt nicht schnell genug gehen.

Wie schon die letzten Tage wirst Du im Schlafanzug die Treppe runterflitzen und wenn Du Dein Geschenk entdeckst, weiss ich nicht, ob Du anschliessend noch in den Kindergarten gehen willst. GRINS! Auch wenn Du vor echten Pferden totalen Respekt hast und es jetzt fast 1 1/2 Jahre gedauert hat, bis Du beim therapeutischen Reiten freiwillig auf dem Pferd gesessen hast, findest Du Pferde in klein ganz toll. Wenn Du auch den Rücken der Pferde nicht unbedingt als Glück empfindest, so bist Du doch eine ganz mutige kleine Große. Denn Du warst das einzige Kind, dass Blaisy die Hufe auskratzen und striegeln durfte!

Ja – es zieht ein Spielpferd mit allem Rapp und Zapp in Dein Kinderreich ein: mit Sattel und Steigbügeln, mit Putzbox und Pferde-Sound. Schon übermorgen werden wir Großen es sicherlich verfluchen. ABER Du wirst glücklich sein – ganz bestimmt sogar!

Du hast Dich im letzten Jahr verändert – Du bist nicht nur endlich über einen Meter groß geworden, Du bist auch innerlich gewachsen. Du hast Dir im Kindergarten viele Dinge von den Großen abgeschaut, nicht immer sind wir damit froh gewesen. Manches hat uns sehr zum schmunzeln gebracht. Jetzt bist Du selbst ein Schuki im Kindergarten! Es ist schön zu sehen, wie Du mit Deinem allerbesten Freund durch dick und dünn gehst. Oft hat es schon was von einem alten Ehepaar.

Du hast ganz viel Phantasie: Du liebst Rollenspiele. Oft wachsen diese auch in unser Leben 1.0 hinein. So kam auch der halbe Anton zu uns. Ein treuer – sehr frecher – Begleiter, der seit ca. einem halben Jahr bei uns wohnt. Ich habe oft das Gefühl, ich erziehe zwei Kinder: Dich und Deinen Bruder – wie Du ihn nennst. Die Zwie-Gespräche zwischen Dir und dem Halben sind oft zum piepen. Eigentlich müsste ich sie echt mal aufnehmen und sie Dir in ein paar Jahren vorspielen.

Wir sind vor allem sehr glücklich, Deinen täglich wachsenden Humor zu erleben. Du machst Witze, indem Du beispielsweise Lieder umdichtest. So wurde neulich im Kindergarten aus “Ich hol mir eine Leiter und stell sie an den Apfelbaum”, “Ich hol mir eine Leiter und stell sie an den Peter dran” – Peter ist der Papa eines Kindes und ist sehr groß. Da mussten wir alle herzhaft lachen. Überhaupt singst Du sehr gern und dichtest die Texte um.

Deine Welt ist die Sprache. Du lebst und liebst sie – Du quatscht mir tagtäglich die Ohren zu, fragst mir Löcher in den Bauch und manchmal wäre ich froh, wenn Du mal für 5 Minuten den Mund halten könntest. Dabei ist das nicht selbstverständlich, dass Du so gut sprichst und ich schäme mich dann für meine Gedanken. Du bist noch immer ein Bücherwurm. Du hast großes Interesse am geschriebenen Wort, kannst schon viele Buchstaben erkennen, erkennst einzelne Worte. Vorlesen ist gar nicht mehr so einfach, wo Du doch ganz oft wissen willst, wo ich gerade lese und was da denn steht. Wir haben vor ein paar Tagen angefangen, das Sams zu lesen. Es stammt noch aus meinem eigenen Bücherfundus und ich finde es großartig, Dir aus dem Buch vorzulesen. Ich freue mich sehr, auf die ganzen tollen Kinderbuchklassiker, die wir abends gemeinsam erleben werden und hoffe, die multibegabte Conni wird jetzt beim Lesen abgelöst durch Pippi Langstrumpf, den Räuber Hotzenplotz, natürlich weiteren Sams-Büchern.

Laufen ist nach wie vor nicht so Deins. Außer, Du bestimmst den Weg und das Ziel und dann bist Du ganz flott unterwegs. Aber vorgegebene Wege wie der tägliche Gang zum Kindergarten, können schon mal schnell zu einem bitteren Stellungskampf werden. Wer hat die größere Ausdauer und den stärkeren Willen? Ich wünsche mir sehr, dass das morgendliche Kräftemessen mit sechs nicht mehr so spannend ist und wir uns einfach auf dem kurzen Weg zum Kindergarten an den tollen Dingen erfreuen können, die wir unterwegs entdecken.

Dein nächstes Lebensjahr wird auch für Dich viel Neues bringen. Als Schuki hast Du ordentlich Programm. Es fördert Dich, aber gleichzeitig fordert es Dich auch heraus, Grenzen zu überschreiten. Mama und Papa sind noch auf der Suche nach der richtigen Schule, die Dir all das bietet, was Du für ein freudiges Lernen brauchst.

Wir sind so unsagbar stolz auf Dich und können es gar nicht fassen, dass Du nun schon SECHS Jahre alt wirst. Wo ist nur die Zeit – und vor allem unser kleines Baby geblieben? Wir sind so froh, dass Du bei uns bist, dass wir Dich auf Deinem Weg in die Welt begleiten dürfen, Dir die Hand reichen können, an Deiner Seite sind. Dass Du uns die Augen für die kleinen Dinge im Leben geöffnet hast. Es ist wunderbar, die Welt durch Deine wachen Kinderaugen sehen zu dürfen!

00004_IMG_8990_Emma.Oktoberkind.eu00003_IMG_8981_Emma.Oktoberkind.euJetzt mach ich noch schnell den Geburtstagstisch fertig und leg letzte Hand an Deinem Geburtstags-Shirt an. Und dann flitze ich flott ins Bett, denn Du bist sicherlich ganz bald hellwach, denn:

Heute ist Dein Geburtstag!

In Liebe,

Mama und Papa!

Blumenfieber

Hallo Ihr Lieben,

eine bescheidene Woche liegt hinter uns – wobei das Wochenende absolut nicht unsers war. Eigentlich hatten wir uns wahnsinnig darauf gefreut, gute Freunde nach langer Zeit mal wieder zu sehen. Die Reise stand unter keinem guten Stern. Vielleicht hatte sich der blinde Passagier beim Koffer eingeschlichen, der mit der Post reiste oder war er doch zu uns in den Zug gestiegen? Keine Ahnung, wann und wo sich Herr von und zu Magen von Darm zu uns gesellt hat. Er mochte auf jeden Fall die komplette Familie Oktoberkind…

Es ist echt kein schönes Gefühl, Freunden die Bude voll zu spucken, für viel Wäsche zu sorgen und dann auch noch bei der Abreise den hartnäckigen Adeligen nicht mitzunehmen, sondern dort zu lassen… Aber (Putz-)Schwamm drüber. Das nächste Treffen steht hoffentlich wieder unter einem besseren Stern… und die Luft ist dann nicht Sagrotan-geschwängert…

Während hier für den Rest der Woche gemütliches Magen-Regenerieren auf dem Plan stand, hat das Oktobermädchen mal wieder gut kombiniert.

Hier kommt das neuste Highlight aus der Rubrik Kindermund:

Oktobermädchen: Mama, ich hab Blumenfieber!

Ich: Was ist denn Blumenfieber?

Oktobermädchen: Das ist eine Krankheit!

Ich: Und was hat man da?

Oktobermädchen: Da macht man Hatschi!

Noch mehr Fragen zum Thema Blumenfieber? Ich bin jetzt zumindest vollstens im Bilde! GRINS!

Gestern abend hatte die Maus Schwierigkeiten beim Einschlafen – nach dreimaligem Bettenwechsel (großes Bett, kleines Bett, großes Bett), ich hab Angst vorm großen Hund, der gebellt hat, ich kann nicht einschlafen, ich will mit nach unten – also das volle Programm – kam dann: Mama, du sollst hier bleiben! Ich brauche dich doch! Wer kann da widerstehen! Also hab ich mein Glückskind Händchen haltend in den Schlaf gestreichelt!

Heute gibt es mal kein Bild – wir waren die Woche nicht wirklich fotogen!

Bleibt bzw. werdet gesund und hütet Euch vor anhänglichem Adel, der ohne Einladung ins Haus kommt!

Eure  Oktoberkind-Mama

Frischluft tanken im Wildgehege!

Ihr Lieben,

unser Start ins Neue Jahr ist mal eben raketenmäßig daneben gegangen. Das Oktobermädchen ist zwar ein echter Partyrocker, aber für mitternächtlichen Megakrach einfach nicht zu haben. Daher gab es bei uns unendlich lange 50 min herzschmerzendes Weinen von ganz tief innen. Selbst Ohrenschützer – auch als Mikey Maus bekannt – halfen da nichts. Selbst gutes Zureden, ganz viel Geborgenheit geben und Kuscheln konnten nicht dazu beitragen, dass die Maus sich schnell beruhigte. Nun denn – sie wird jedes Jahr älter und hoffentlich verwächst sich die Angst vor der Knallerei. Ich kann die Kleine aber durchaus verstehen, denn ich mag dieses Rumgeböller auch nicht wirklich. Vor allem die völlig unnötigen Chinakracher… Aber so ist jeder Jeck anders. RocketHeute war dann mal ein richtig toller Januartag, der Hochnebel verzog sich zugunsten eines wunderbar blauen Himmels schon gegen Mittag. Zeit, endlich mal wieder zum Wildtiergehege zu fahren. Kinder- und Erwachsenenlüften! Auch wenn wir nur ca. 45 min unterwegs waren, – die größte Zicke haben wir nämlich wieder mit heim genommen – war es trotzdem ein schöner Ausflug.

Ich konnte endlich mal ein wenig bei gutem Wetter mit unserem Weihnachtsgeschenk spielen – wir haben uns zu Weihnachten eine 50er Festbrennweite gegönnt. Allerdings befinde ich mich im Augenblick noch vollkommen in der Probierphase. Es sind noch viele, viele Outtakes dabei. GRINS!

Pig_1Besuch der wilden Verwandschaft. Lach!

SchweinereiProfil_EmmaZiegentreffenZickenalarm!

Unsere weltbeste Handschuhverweigererin trägt dann lieber die Innenjacke nicht umgeschlagen über den Händen. Heute war das Oktobermädchen wirklich “sehr” bunt unterwegs. Aber es muss vorzugsweise wärmen und nicht immer den Award für das “bestangezogene Kind” geben.

Ich hoffe, Ihr hattet heute auch einen schönen Sonntag! Morgen startet der Alltag 2015!

Habt einen guten Start!

Alles Liebe von der Oktoberkind-Mama

Auf in ein Neues!

Ihr Lieben,

während in vielen Teilen Deutschlands die weiße Pracht regiert, die Schlitten endlich wieder mal ausgiebigst benutzt werden, Schneemänner gebaut und Schneeballschlachten ausgetragen werden – ganz abgesehen von meiner winterlichen Lieblingsbeschäftigung “Schnee schüppen” – hab ich Euch aus unserem Garten gerade ganz frisch dieses Bild mitgebracht:

Rosige Wünsche

Tatsächlich blühen bei uns noch Rosen und das am 31.12.2014!

Auf einen detaillierten Rückblick von 2014 möchte ich an dieser Stelle verzichten – wir hatten ein bewegtes Jahr mit Sonnenschein und Regen. Doch ohne Sonnenschein und Regen gäbe es beispielsweise diese schöne Rose nicht. Wir haben wieder mal festgestellt, dass wir uns aufeinander verlassen können und dass wir gemeinsam wir stark sind! Wir starten zuversichtlich in 2015!

Bleibt uns auch 2015 gewogen – bleibt oder werdet gesund und macht in Euren Herzen Platz für die tägliche Portion Glück – sofern das Glück da noch nicht eingezogen sein sollte!

Alles Liebe und bis ganz bald in 2015 wünscht Euch

die Familie Oktoberkind!

 

Merry X-Mas and warm wishes!

Hallo Ihr Lieben,

jetzt haben wir es gerade noch so rechtzeitig zum Ausklang des Fests geschafft, unsere Weihnachtswünsche abzusetzen. Wir haben das Fest ganz gemütlich genossen, das Oktobermädchen ist sehr sehr glücklich mit neuem Puppenwagen und neuer Puppe. Mit letzterer hat bereits die Oktoberkind-Mama gespielt. Wir schalten auch zwischen den Jahren nen Gang runter, war es doch im Dezember doch unverhofft noch recht turbolent geworden. Geniesst das Zusammensein im Kreise Eurer Lieben!

MerryChristmas2014Alles Liebe von der Oktoberkind-Familie!

 

Gimme 5!

Liebes Räubermädchen,

wo ist nur die Zeit geblieben? Jetzt bist Du schon eine ganze Hand voll Finger alt! Fünf Jahre bist Du nun der heimliche Chef im Hause Oktoberkind!

Was soll ich sagen – Du überraschst uns jeden Tag aufs Neue, füllst unser Leben mit dem wertvollsten Inhalt, den es gibt – mit Liebe! Vor gut fünf Jahren wussten wir nicht, welches Überraschungspaket sich da zu uns auf die Reise machte. Die Absender Down Syndrom und Schwerer Herzfehler waren bekannt, doch wer war noch mit beim Packen des Pakets dabei? Als wir Dich – unser Überraschungspaket – am 16.10.2009 bekamen, haben wir uns beim Auspacken ganz viel Zeit gelassen. Einige Dinge kamen direkt zum Vorschein: Liebe, Vertrauen, Dein starker Lebenswille. Andere Dinge kamen erst so nach und nach aus dem Karton hervor: Dein Dickkopf, Dein Frohsinn, Deine Sensibilität, Deine Offenheit.

Das Überraschungspaket ist noch längst nicht ausgepackt. In den letzten Jahren kamen so viele tolle Dinge daraus hervor: Deine Stimme und Sprache, Dein Wortwitz, die vielen Lieder, Mut, Ausdauer, Wissbegierde, Deine Vorliebe für Bücher, Hörspiele und Musik. Dein grenzenlos großes Herz. Unzählig viele Sachen fallen mir gerade nicht ein.

Im letzten Lebensjahr hast Du einen ganz besonders großen Meilenstein gemeistert: Du hast selbst entschieden, dass Du keine Windel mehr brauchst. Seit Ostern bist Du tagsüber trocken und das sehr zuverlässig! Daraus hast Du so viel Selbstvertrauen bekommen, was sich auch bei anderen Sachen positiv auswirkt. Du vertraust Dir und Deinen Fähigkeiten, Du bist viel mutiger geworden: kletterst jetzt vermehrt, traust Dich über schmale Wackelbrücken zu gehen, traust Dir auch beim Turnen viel mehr zu! Du läufst jetzt längere Strecken, der Buggy darf vermehrt Zuhause bleiben. Dazu gehst Du mit großer Freude “schwimmen” und sitzt beim therapeutischen Reiten allein auf einem großen Pferd!

Mit ganz viel Vorfreude erlebst Du dieses Jahr Deinen Geburtstag. Am liebsten würdest Du die ganze Kindergartengruppe einladen – jeden Tag Einladungskarten mit mir basteln, kleine Törtchen backen!

Du kleine Zaubermaus – wie oft hab ich in den letzten Wochen erschreckend festgestellt, wie groß Du geworden bist… Das ist auch gut so, aber tief in meinem Innersten bleibst Du mein kleines Baby – dass vor gar nicht all zu langer Zeit beim Kuscheln – es war doch gefühlt erst gestern – noch in voller Länge auf meinen Bauch gepasst hat!

Hab einen wundervollen 5. Geburtstag!

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Wir lieben Dich von ganzem Herzen und freuen uns auf die Dinge, die im Laufe der Zeit noch aus dem Überraschungspaket herauskommen werden!

Deine Mama und Dein Papa!