Über Mut und inneres Wachsen

Ihr Lieben,

ich hab Euch ja bereits beim letzten Post erzählt, dass beim Räubermädchen so unwahrscheinlich viel passiert ist. Wir hatten die Woche Elternabend in der Schule und der Klassenlehrer bestätigte unsere Wahrnehmung. Er ist immer wieder erstaunt, wie die Kinder sich in den 6 Wochen Sommerferien verändert haben. Dieser Prozess ist gerade bei den 1. und 2. Klässlern immens.

Ich spreche jetzt nicht nur von den sechs Wochen Sommerferien, sondern von einem Zeitraum ab Mai diesen Jahres. Im Mai ist ein ganz fester Knoten aufgegangen, der mit einer großen Angst vorm Ertrinken verbunden war.

Vor fast zwei Jahren haben wir einen Schwimmkurs besucht. Eigentlich dachte ich, die Zeit ist reif für eine spielerische Wassergewöhnung, hatte unsere Tochter doch zu der Zeit keine Angst vorm Wasser. Sie vertraute uns und vor allem auf ihre Schwimmärmchen, ging mit uns zusammen im Meer, See und Schwimmbad ins Wasser. Ich musste sogar mal bei 19°C Außentemperatur und ordentlich Wind mit der Motte in den Bodensee… Da schüttelt es mich jetzt noch. Brrrrhhhh… Im besagten Schwimmkurs ist sie “abgesoffen”. Sie sollte mit einer Schwimmnudel unterm Arm ein paar Züge machen, hat dabei Panik bekommen, die Nudel unter ihr weg. Sie war ca. 1,5 m vom Beckenrand entfernt und hat sich super zum Rand gerettet. Doch dieser Schock saß tief. Zumal der Schwimmlehrer sie direkt wieder ins Wasser gezogen hat – die Nummer mit dem vom Pferd fallen und wieder aufsteigen mag bei anderen Kindern funktionieren, beim Räubermädchen allerdings nicht…

Es kam, wie es kommen musste. Sie weigerte sich danach, ins Wasser zu gehen. Herbst und Winter kamen, mit ihnen die Erkältungszeit und somit kein Schwimmbadbesuch. Ganz blöd war, dass sie beim ersten Schwimmbadbesuch nach dem “Absaufen” einen falschen Tritt machte und entsprechend wieder Wasser geschluckt hat. Danach war es ganz vorbei. Jegliches Wasser, was tiefer als 30 cm war, wurde bestenfalls ignoriert, meistens ernteten wir jedoch lautstarken Protest inklusive Festklammeraktion.

Im Mai waren wir für eine Woche auf Mallorca. Tollstes Wetter, schönster Strand mit sanft abfallendem Wasser, geniale Poolanlage und ein über sich hinauswachsendes Kind sorgten bei uns für ganz viel Stolz! Sie ist erstmals wieder mit uns in tiefes Wasser gegangen. Wir waren am Ende sogar so weit, dass sie von der Treppe ins Wasser gehüpft ist. Und die Schwimmbewegungen funktionierten auch mit Schwimmärmchen! Wie ein kleiner Fisch schwamm sie durch den Pool!

Diese Erfahrung hat sie innerlich soooo groß werden lassen, dass wir im Sommer sogar die ersten Schwimmzüge OHNE Schwimmärmchen erleben durften. Jetzt heißt es üben, üben, üben!

Auch Ausflüge werden einfacher: das Räubermädchen ist ja sehr lauffaul und es war immer schwierig, sie auch nur für 100 m zu motivieren. Der Buggy begleitet uns nur noch selten und sie setzt sich auch nicht gleich rein. So konnten wir einen wunderbaren Ausflug zum Baumwipfelpfad an der Saarschleife machen, den sie weitestgehend auf den eigenen Füßen bewältigt hat.

Vom Ausflug hab ich Euch ein paar Bilder mitgebracht:

Ich hatte anfangs echt Bedenken, ob sie überhaupt über den Steg laufen würde. Aber das ging echt gut. Leider war sie da schon angeschlagen und die Woche drauf auch gut krank. Deshalb gibt es ein paar Motzbilder.  Die Laune besserte sich aber schlagartig, als sie auf dem Spielplatz war!

Vernäht habe ich hier ein langehütetes Schätzchen von Lillestoff zu einer Louise, einem wunderbar wandelbaren Schnitt von Fadenkäfer, hier als Tunika genäht – gut, bei den Proportionen vom Räubermädchen dann eher ein Kleidchen. Die Schnittführung in A-Linie ist einfach genial für kleine Kugelbauchmäuse!

Demnächst wieder mehr in diesem Kino! Es gibt noch so viel zu erzählen!

Macht es Euch schön!

Eure Oktoberkind-Mama

Den Schnitt Luise gibt es hier. auch für große mädels!

Stoffauswahl: Lillestoff und Alles-fuer-Selbermacher aus dem eigenen Fundus!

Enthält Werbung!

Back to the 80ies – das VoKuHiLa ist da!

Reklame

Ihr Lieben,

als Kind der 80er ist mit der VoKuHiLa natürlich ein Begriff: Wolle Petry hat ihn auch später noch KULTiviert. Vorne kurz, hinten lang – wenn es noch eben ging mit ner Dauerwelle drin und nem Schnörres… Hilfe!!!! Wie gut, dass ich in den 80ern noch recht klein war!

Nach dem kurzen flashback in die 80er, hole ich Euch flott zurück nach 2017!

Die liebe Britta von der Erbsenprinzessin hat ja schon bei der Multifit-Leggings bewiesen, dass ihre Schnitte allen Kindern passen: den ganz schmalen genauso, wie den eher stämmigeren Kindern. Da entstehen parallel gerne auch mehrere Schnitte, um für jede Körperbau-Zielgruppe was Passendes anbieten zu können!

Heute geht der erste Schnitt online: Das VoKuHiLa-Raglanshirt – für normale, aber auch kompaktere Kinder. Ich bin begeistert – denn muss ich sonst schon öfter wegen der Breite eine viel größere Größe wählen und in der Länge kürzen, orientiere ich mich hier an der Körpergröße, nähe und es passt! Die Motte ist jetzt etwas über 1,10 m groß und ich habe die 116 gewählt. Sitzt, passt, wackelt und hat Luft, trotz des recht unelastischen Jerseys. Aber es sollte bei uns halt ein dünnes Langarm-Shirt werden. Ausgelegt ist der Schnitt übrigens eher auf Sommersweat. Der Clou am Shirt ist eine Falte, die als Falte, als Kellerfalte, einfach nur gerafft, symetrisch oder asymetrisch genäht werden kann.

Trotz großer Ringelliebe, war mir nur Ringel zu langweilig. Mit der Suche nach dem richtigen Plott war ich gefühlt Tage beschäftigt – dabei geht das nähen echt super flott… Etwas Glitzerpopitzer und schon ist das Statement-Shirt fertig. Lach! Und ich bin echt stolz darauf, dass sich die Blockstreifen an den Nähten toll treffen. YEAH!

Auf Brittas Blog startet heute eine Blogtour, wo ihr in den nächsten Tagen ganz viele Design-Beispiele sehen könnt! Es lohnt sich auf jeden Fall. Es sind so wahnsinnig viele Shirts entstanden! Oder aber Ihr schaut Euch das Hammer-Lookbook an, welches morgen gezeigt wird.

Ich hab natürlich auch nicht nur ein VoKuhHiLa genäht. Denn dieser Schnitt schreit förmlich nach mehr! Demnächst mehr davon. Grins!

So, jetzt ruft aber meine Kreativ-Werkstatt! Schliesslich ist bald Ostern!

Habt einen schönen Abend!

Eure Oktoberkind-Mama

Schnitt: das Vokuhila-raglanshirt bekommt ihr hier, hierhier oder auch hier.

Stoff: ein ganz lange gelagerter Sanetta-Jersey aus der Zeit, wo ich mit dem Nähen angefangen habe.

Plott: ein freebie von hier. Folie von der Plott-Lisl.

Verlinkt bei Made4Girls, KiddiKram

Happy WDST – es steckt viel mehr drin, als Du denkst!

Ihr Lieben,

seid Ihr eigentlich noch da? Ich musste mir aus der Nachbarschaft einen Laubbläser ausleihen, um den Staub vom blog zu pusten. Ich hoffe, Euch sind nicht die Ohren weggeflogen.

Lange war es ruhig, wir haben hier quasi Winterschlaf gehalten. Aber das wird sich in den nächsten Tagen wieder ändern! Es gibt viel zu berichten und auch vieles zu zeigen. Seid gespannt!

Mit Frühlingsbeginn kommt auch gleich ein ganz wichtiger Tag für uns: am 21.03. ist Welt-Down-Syndrom-Tag!

Auch wenn schon ganz viel Öffentlichkeitsarbeit betrieben wurde, so ist es leider nach wie vor wichtig, den Menschen da draußen die Augen zu öffnen und ihnen die Angst zu nehmen. Mein Kind ist randvoll mit vielen wunderbaren Fähigkeiten: sie ist sehr sozial, hat ein ganz feines Gespür für Stimmungen, sie lebt total im hier und jetzt, sie kann sich so überschwenglich über die kleinsten Kleinigkeiten freuen, sie hat den Kopf voll Flausen, sie hat immer einen Plan, sie hat eine große freche Zahnlücke, sie ist unendlich stolz auf sich, wenn sie wieder was Neues gelernt hat, sie ist ne coole Socke, ein Bücherwurm, sie geht auch mal gern mit dem Kopf durch die Wand und  sie frisst sich jeden Tag tiefer in mein Herz (obwohl das eigentlich gar nicht mehr gehen kann!).

Sie ist einfach so viel mehr als das Mädchen mit dem Down Syndrom!

Urteile NIE nach dem Äußeren, es steckt oft mehr drin, als Du denkst! Oder kannst Du einfach so aus dem Stand heraus einen Spagat?

Habt einen schönen 21.03.!

Eure Oktoberkind-Mama

Das Shirt ist ein neuer streich der Erbsenprinzessin! Ganz bald mehr davon!

Ein bisschen Farbe für den grauen November

Ihr Lieben,

der November hat es irgendwie in sich. Hier wird schon seit fast drei Wochen geschnieft und gehustet, was das Zeug hält. Nicht nur vom kleinen Oktoberkind, sondern auch von den großen… Heute Mittag waren wir sogar noch beim kinderärztlichen Notdienst, weil der Husten wieder viel schlimmer geworden ist. Aber alles noch im guten Bereich, kein Antibiotikum fürs Räubermädchen.

Gestern hatten wir hier stundenlanges Rumgeheule, weil das Räubermädchen auf einmal nicht mehr wollte, dass der 3. Wackelzahn sich verabschiedet. Sie ist aber seit Wochen kräftigst daran gewesen und ich dachte, ich werde noch verrückt. Heute morgen war der Zahn dann raus und ganz ohne Theater. Geht doch…

Wenn das eine “Problem” gebannt ist, stehen ja die neuen oft schon vor der Tür und warten auf Einlass. Heute gibt es die Heulerei, weil das Räuberkind nicht aufräumen möchte… Ja – die Zeit des Zahnwechsels ist schon anstrengend, nicht nur für die Kleinen…

Ich habe noch ein paar Bilder aus schönen Herbsttagen für Euch. Für die liebe Britta aka Erbsenprinzessin durfte ich einen Leggings-Schnitt testen. Schon wieder eine Leggings, werden jetzt viele von Euch sagen. Aber diese hier ist gerade für mich sehr interessant, da es sie in drei unterschiedlichen Weiten gibt (S(chmal), M(ittel), W(eit). Dazu gibt es noch die Möglichkeit, mit Hilfe von Teilungsnähten eine Art Reiterhose zu nähen – also eine Multi fit Leggings. Diejenigen, die etwas stabilere Kinder haben, kennen sicher das Problem: in der eigentlichen Größe sind die Hosen zu eng, daher ein oder zwei Nummern größer gekauft und die Beine meterhoch umgekrempelt. Das hat jetzt ein Ende! Yeah! Ich kann jetzt endlich Leggings in Gr. 110 nähen, entsprechend der Körpergröße! Die passt am Bauch gut und ist definitiv nicht zu lang! Auch wenn das auf den Bildern so aussieht. Das liegt zum einen an den dicken Strümpfen, die den Stoff hochschieben und zum anderen daran, dass die Beine der Maus proportional etwas kürzer sind.

Ich hab zur Leggings dann mal einen kompletten Look aus Karos getestet. Ist wohl doch etwas viel, so alles zusammen. Lach! Aber dennoch wollte ich Euch die Sachen nicht vorenthalten.

00001_img_0670_emma-oktoberkind-eu 00004_img_0676_emma-oktoberkind-eu 00005_img_0677_emma-oktoberkind-eu 00008_img_0683_emma-oktoberkind-eu 00010_img_0688_emma-oktoberkind-euAch ja – das Räubermädchen trägt nicht nur viel Karo auf den Bildern, sondern auch noch einen schicken Verband. Sie hatte sich direkt zu Beginn der Herbstferien am heißen Ofen verbrannt… Zum Glück außen auf den Fingern.  Nach 4 Tagen konnte der Verband wieder runter und bis auf eine leichte Rötung, die mit der Zeit verblasst, ist nichts mehr zu sehen. Glück gehabt!!!

Das Schnittmuster zur Leggings Multi fit³ könnt Ihr übrigens noch bis heute Abend hier und hier gewinnen!

Die wunderschönen Vichy-Karos sind übrigens aus der Feder von Nikiko und gibt es bei Alles für Selbermacher.

So, jetzt helfe ich dem Räubermädchen noch flott beim Aufräumen. Sie hat sich dann doch dazu entschieden, tatkräftig loszulegen 😉

Habt einen schönen Restsonntag und kommt gut in die neue Woche. Bei uns ist zweimal Martinsumzug angesagt: morgen im alten Kindergarten und am Mittwoch in der Schule.

Eure Oktoberkind-Mama

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Schnitte: Shirt – Faltenshirt von der Erbsenprinzessin, Rock MiaRia von Frl. Päng (mein all time Favorit), Leggings Multi Fit³ von der Erbsenprinzessin

Stoffe: Jerseys von AfS; Sweat aus dem Fundus

Und? Wie läuft es in der Schule?

Hallo Ihr Lieben,

diese Frage bekommen wir seit Anfang September doch recht häufig gestellt. Wir freuen uns sehr, dass das Interesse für den Schulweg des Räubermädchens so groß ist!

Sicher ist es der holprigere Weg, wenn man sich für den Inklusiven entscheidet. Aber bisher bereuen wir es keinen Tag, ihn zu gehen. Jeder Neuanfang ist schwer – für alle, für den einen mehr, für den anderen weniger. Einige Kinder kannten sich bereits aus dem Waldorf-Kindergarten, viele haben wirklich bei Null angefangen. Viele Kinder kommen aus normalen Kindergärten und haben sicherlich vorher – wenn überhaupt – nur selten Kontakt mit dem Besonderen gehabt. So waren die ersten 14 Tage auf jeden Fall mal die Zeit des gegenseitigen Beobachtens. Mir war es auch im Vorfeld nicht so eindeutig klar, dass unsere Maus es schon auch schwerer hat, einen Platz zu finden. Ist ja auch irgendwo verständlich, wenn man doch anders aussieht als die breite Masse, wenn für einen selbst etwas andere Regeln gelten und man noch eine Schulbegleitung hat. Man ist erstmal zu seinen Besonderheiten noch der Sonderling.

Das grundsätzliche Feedback ist dennoch sehr positiv. Die Lehrer berichten, dass Emma sehr aufgeschlossen gegenüber dem Unterricht ist, sich gerne meldet und auch die passenden Antworten parat hat. Natürlich prallt viel auf sie ein, natürlich hat sie noch längst nicht so eine gute Aufmerksamkeitsspanne wie ihre Klassenkameraden. Natürlich ist sie mit manchen Situationen einfach überfordert und sucht sich Ventile, um diese Überforderung rauszulassen. Ich sage ja immer, es geht mindestens das 1. Schuljahr dabei drauf, bis sich alle irgendwo in der Gruppe eingeordnet haben. Und je mehr Kinder in der Klasse sind, um so länger dauert es. Es gilt, die Grenzen bei einem jeden neu auszuloten, zu schauen, wie weit kann ich bei wem gehen. Durch diesen Prozess gehen sie alle – egal ob Down Syndrom oder Normal Syndrom.

Mein großes Patenkind besucht ebenfalls die Waldorfschule und hat mir unlängst erzählt, dass Emma in der Pause immer mit den großen Jungs Fußball spielen möchte. Sie lassen sie dann “mitspielen” und die Motte erfreut sich immer schon, wenn der Ball nur an ihr vorbeirollt und bricht in Jubelstürme aus. Da geht mir doch das Herz auf!

Im Handarbeitsunterricht haben die Kinder in der ersten Stunde von den schuleigenen Schafen unbehandelte Schafswolle bekommen. Diese sollten sie zu Hause auswaschen. In der nächsten Stunde wurden daraus Wolken, die auf einen blauen Untergrund platziert wurden. Danach sollten die Kinder die Wolken deuten. Eines der Kinder sagte: Die Wolke da sieht aus wie ein Schnittmuster! Ich muss jetzt – glaube ich – nicht sagen, welches Kind das war, oder?!?

Ich habe mich als Mama anfangs echt schwer getan. Schließlich ist die Schule wieder ein Stück mehr Abnabelung, noch mehr Blackbox als der Kindergarten. Gab es nun Hausaufgaben oder keine? Hat sie alles dabei, was sie braucht? Wenn schon die Frage nach dem Mittagessen mit: Das weiß ich nicht mehr! beantwortet wird, kommen auf tiefergreifende Fragen noch weniger Antworten aus dem Kind. Nach 14 Tagen ist das Loslassen bei mir auch angekommen. Ich denke mir, wenn irgendwas Erwähnenswertes passiert, werde ich schon davon erfahren. Auch ein Lernprozess für mich.

Gestern waren Emma und ich bei dem tollen Wetter noch im Sonnenblumenfeld, da wir diese Woche für den Blumenschmuck in der Klasse verantwortlich sind. Es hat ihr sichtlich Spaß gemacht, an den Sonnenblumen zu schnuppern. Da das Feld nicht weit von der Schule entfernt liegt, haben wir auf dem Rückweg noch einen kleinen Abstecher zum schuleigenen Spielplatz gemacht. Nach einer Kletterrunde meinte sie dann zu mir: So Mama, und jetzt gehen wir rein! Ich muss doch schließlich was lernen!!! Heute darf sie dann wieder lernen gehen, nach 14 Tagen Herbstferien. Zwinker.

Ich zeige Euch ein paar – viele – Bilder von gestern. Bereit für eine Runde durch die Sonnenblumen und für einen Spielplatzbesuch?

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Ich liebe das neue Herbstkleidchen! Es ist so wunderbar Retro aus dem traumschönen Markuna Due, aus der Feder von Raxn – seit gestern in top Sommersweat- und GOTS-Qualität bei Alles für Selbermacher erhältlich! Genäht habe ich eine Alma von Hedi Näht, mein absoluter Lieblingsschnitt für Retrostoffe und auch für meine Motte.

Lasst Euch durch das triste Regenwetter nicht die Laune verderben!

Einen schönen Wochenstart wünscht Euch,

Eure Oktoberkind-Mama

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Stoffe: Markuna Due in dunkelblau von hier. Kombistoffe sind von Lillestoff.

Schnitt: Alma von Hedi Näht, Leggings aus dem Kleiderschrank, ist schon älter.

 

Einer für (fast) alles!

Hallo Ihr Lieben,

ich hab Euch ja gesagt, ich hab noch so einiges in der Pipeline!

Heute will es hier so gar nicht aufreißen… Nebel, Nebel, Nebel… Wo ist der goldene Oktober hin? Kommt der wohl – wie der Sommer auch – verspätet? Haben wir dann schönstes Oktoberlicht im November? Ich glaube allerdings nicht, dass sich das Laub an den Bäumen noch so lange hält, um dann auch noch farbenfroh zu performen…

Da krame ich doch lieber in meinen Bildern und zeige Euch den neuen Alleskönner von Tullebunt und Lille Sno – den Tullehuivi. Der ist so vielfältig – einfach wandelbar! Also der Huivi ist ein Schlauchschal, eine Mütze, ein Stirnband, ein Tausendsasser halt. Ich bin ja noch immer ein wenig stolz darauf, dass ein Design-Beispiel von mir bei Farbenmix auftaucht. Irgendwie haben wir doch alle mit Farbenmix unsere ersten Schritte gemacht, die vor Jahren mit dem schönsten Hobby der Welt angefangen haben. Meine ersten Teile entstanden damals aus der Zwergenverpackung: Das Hängerchen aus Webware und dann die Jacke aus Nicki zum Teil mit Jersey gefüttert. Ganz schön anspruchsvoll für meine damaligen Nähkenntnisse 🙂 Aber ich schweife ab!

Zurück zum Huivi! Ich hatte meinem Räubermädchen einen passenden Huivi zu dieser Mütze genäht, konnte das Kind aber nie überzeugen, ihn anzuziehen, geschweige denn Bilder damit zu machen. Mittlerweile trägt sie ihn fast täglich. Aber bei den Temperaturen vor einigen Wochen hätte ich auch keine Lust gehabt, einen Schlauchschal anzuziehen…

Also habe ich kurzerhand ein Set aus Tulleband und Tullehuivi für die beste Freundin des Räubermädchens gemacht! Eigentlich sind die Sachen von July aka Tullebunt und Lille Sno superflott zu nähen. Wäre da nicht das Kombinieren von Stoffen, das Wühlen in den Restekisten mit den Lieblingsstoffen, das Betüddeln mit Knöpfen, Aufnähern, Jerseynudeln etc. Lach! Ich kann mich bei sowas ja immer schlecht entscheiden. Apropos betüddeln: Da sind der Kreativität keinerlei Grenzen gesetzt. Alles was gefällt, ist erlaubt. Bei Farbenmix kann man sich so viele Designbeispiele anschauen, sogar für Hunde gab es den Huivi!

Manchmal muss man Freunden einfach Geschenke machen, so bekam an dem Tag die ganze Familie was aus der Oktoberkind-Werkstatt! Einfach um mal Danke zu sagen, für´s da sein, wenn man sich braucht! Ihr Prinzen, schön, dass Ihr jederzeit für uns da seid! Dass wir Kummer und Sorgen, aber auch Spaß und Freude mit Euch teilen dürfen! Das gleiche gilt natürlich auch jederzeit für Euch, aber das wisst Ihr ja! Knutscher!!!!

Jetzt lass ich aber einfach Bilder sprechen, sonst muss ich mir noch Tränen der Rührung aus den Augen wischen.

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Das waren jetzt nur einige Möglichkeiten, wie der Huivi getragen werden kann. Probiert Euch einfach aus!

So, ich gehe dann mal in mein Nähstübchen! Da habe ich nämlich angefangen, meine Stoffe zu sortieren und da sind einige auf dem potentiellen Tullebunt-Stapel gelandet: Mütze, Band und Schal werden also demnächst noch in anderen Kombinationen hier auftauchen!

Habt einen schönen Start ins Wochenende! Wir sehen uns – sicher schon ganz bald wieder!

Alles Liebe,

Eure Oktoberkind-Mama!

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Schnitt: Tullehuivi und Tulleband – beides gibt es bei Farbenmix

Stoffe: eigener Fundus (AfS, Lillestoff, Michas Stoffecke, Stoffmarkt)

Wenn ich den See seh, brauch ich kein Meer mehr! Nachlese Geburtstags-Marathon, Teil 1

Hallo Ihr Lieben,

ich sehe, es hat sich dann doch schon wieder eine kleine Staubschicht auf dem blog niedergelassen… Schrecklich, wie schnell die Zeit rast…

Wir haben zur Zeit die ersten Ferien vom Räubermädchen. Zwei Wochen Herbstferien – letzte Woche hatten wir noch ein paar Termine, aber am Freitag haben wir die Koffer gepackt und sind an den geliebten Bodensee zur Familie gefahren.

Es hat schon was für sich, wenn man die Geburtstage einfach auslagert. ABER es hat auch mit ganz viel Organisation zu tun, schließlich müssen Geschenke mitgenommen werden, Dekokram für Tisch und Kuchen, … Freitag morgen um 1.12 h ist das obligatorische Geburtstags-Shirt fürs Räubermädchen fertig geworden. Aber was sein muss, muss einfach sein!

Nach einer langen Fahrt durch den typischen Freitagnachmittagsverkehr begrüßte uns der See mit diesem tollen Sonnenuntergang.

00001_20161014_183049_emma-oktoberkind-euDa war dann der ganze Fahrtstress mit zähfließendem Verkehr und Stau und so schnell wieder vergessen. Denn “Wenn ich den See seh, brauch ich kein Meer mehr”! Mir hat der Anblick fast Tränen der Freude beschert! Ich liebe ihn einfach! Den See und die Landschaft drumherum – egal zu welcher Jahreszeit! Da war es nur obligatorisch, an der Birnau rauszufahren und von der großen Terrasse aus den Sonnenuntergang zu genießen!

Samstag dann der Geburtstag vom Oktoberkind-Papa. Lecker frühstücken, Oma und Opa besuchen, spielen am See. Abends haben wir großen Oktoberkinder uns dann gemütlich in eines der Lieblingsrestaurants des Geburtstagskindes verzogen, während das Oktobermädchen mit Tante und Onkel fleißig ihren Geburtstagskuchen gebacken und verziert hat – oder doch eher den Kuchenteig mit dem Löffel in sich reingeschaufelt…. An meine Schwägerin und meinen Schwager nochmal ein riesiges Dankeschön für den schönen Abend zu zweit! Hatten wir so gemütlich auch schon länger nicht mehr!

Und bekannterweise ist im Hause Oktoberkind nach dem Geburtstag vor dem Geburtstag – wobei sie ja eigentlich nahtlos ineinander übergehen. Natürlich war das Räubermädchen um 22 h noch hellwach und völlig aufgekratzt, so dass es schon schwierig wurde, sie ins Bett zu bekommen. Als Mama hat man dann ja immer noch im Hinterkopf, was noch alles erledigt werden muss. Gerade an Geburtstagen ist die Nacht ja lange vorm ausgeschlafen sein vorbei. Ein paar Nächte vor ihrem Geburtstag rief sie auf einmal mitten in meine Tiefschlafphase hinein: Mama?! Hab ich jetzt Geburtstag?! Völlig schlaftrunken musste ich ihr dann erklären, dass es noch immer tief in der Nacht ist und sie noch 4 mal schlafen müsste…

Also noch flott den Geburtstagstisch gerichtet, die letzten Geschenke verpackt und ein wenig Deko angebracht.

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Es war dann wohl doch spät geworden, denn meinem Neffen ist erst beim Frühstück aufgefallen, dass der kleine Geburtstagskuchen 8 Kerzen trug… Aber unser Geburtstagskind hat das gar nicht interessiert. Schließlich war neben dem Auspusten der Kerzen das Geschenkeauspacken viel wichtiger!

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Der Schminkkopf ist ein tolles Geschenk, sowohl für das Kind als auch für die Mama. Lach! Ich hab mir sowas früher immer gewünscht, aber nie bekommen. Dafür mussten dann meine Cousinen mit ihren langen Haaren herhalten, damit ich Friseur spielen konnte. So ist es aber viel schöner – die Motte schminkt, ich übe mich an neuen Frisuren. Jetzt brauch ich nur noch ein Kind, was genauso still hält und zudem noch so viel Haarpracht hat. Grins.

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Und bevor es dann wieder stundenlang gen Heimat ging, mussten wir alle nochmal Seeluft schnuppern und Steine ins Wasser werfen. Leider hatte die liebe Sonne es am Sonntag nicht so gut mit uns gemeint. Sie kam erst so richtig raus, als wir wieder auf dem Heimweg waren…

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Eigentlich gab es zum Geburtstagsshirt noch eine passende Jeggings, aber die wollte das Räubermädchen nicht anziehen. Sie hat halt ihren eigenen Kopf. Zwinker!

Zum Abschluss habe ich noch ein Highlight aus der Kategorie Kindermund: Am Samstag waren noch Freunde von der Familie zum Frühstück eingeladen. Der Freund spielt sehr gut Klavier. Die Motte holt zuallererst mal Noten für den Pianisten, dann sagt sie völlig suverän zu ihm: “Oder spiel doch einfach was, was Du kannst!” Das lass ich dann mal so stehen. LOL!

Da ich noch einiges zu zeigen habe, hoffe ich, Euch hier schon ganz bald wieder zu sehen!

Habt eine schöne Zeit!

Liebe Grüße,

Eure Oktoberkind-Mama

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Schnittmuster Lottis Zipfelshirt von Mitosa Kreativ – coming soon!

Stoffe: Oh my Deer und Kombistoff von Nikiko bei AfS – gerade ausverkauft, kommt aber bald wieder rein (hier wurde ein Musterstoff verarbeitet, der eine etwas andere Farbstellung hat); Jeansjersey und Ringel von Lillestoff

 

Luftpost mal anders

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Ihr Lieben,

noch müsst Ihr Euch ein wenig gedulden, was den Inhalt der Schultüte anbelangt.

Ein wenig möchte ich Euch heute von Emmas Entwicklung erzählen. Insbesondere über ihren Mut, von höheren Gegenständen herunterzuspringen. Wir sind lange zum Kinderturnen gegangen und sie hat sich nie getraut, vom hohen Kasten auf die dicke Matte zu hüpfen. Hüpfen aus der Höhe hinab auf die weiche Matte wurde völlig überbewertet. Manch zweijähriges Kind hüpfte locker und vor allem mit VIEL Freude vom Kasten auf die Matte.

Das Räubermädchen braucht halt ein wenig länger, um sich sicher zu sein, es auch wirklich zu wollen und dann auch zu schaffen. Gut Ding will Weile haben. Einen langen Atem haben wir über die letzten fast 7 Jahre in vielerlei Hinsicht bekommen.

Die letzten Wochen und Monate standen und stehen Klettergerüste hoch im Kurs, aber auch nach wie vor das Trampolin und die Schaukel. Geschaukelt wird mittlerweile richtig sicher und auch richtig hoch. Gehen wir mit der Maus spazieren, nimmt sie uns gern an die Hände, damit sie dann fleißig hüpfen kann!

Gestern war nach einer tollen, längeren Spätsommerfrequenz mal wieder ein Regentag bei uns. Das Räubermädchen fing an, ihr Zimmer in eine Hüpflandschaft zu verwandeln. Alle Decken und Kissen und fast alle Kuscheltiere mussten das Bett verlassen, wurden auf dem Boden ausgelegt. Fridolin – der große Sitzdrache – bekam einen guten Platz und dann wurde mutig vom Bett heruntergehüpft. Zwischenzeitlich kam mal ein “Mama, ich hab mich verletzt”. Mir ist schnell mal das Herz in die Hose gerutscht, aber alles halb so schlimm. Ich hab ihr Arrangement kurzfristig etwas unter Sicherheitsaspekten getuned und wir hatten einen schönen Vormittag mit viel Bewegung und viel Spaß. Auch wenn es nur gute 40 cm an Höhenunterschied sind, bin ich mächtig stolz auf die Maus!

Sehr lustig sind ihre Kommentare vorm Absprung: “Mama, hier kommt jetzt die Luftpost!” Und ab mit Schwung in den Kissenberg! Ich hab Euch mal ein paar Bilder mitgebracht! Auch wenn sie dieses Mal etwas unscharf geworden sind, finde ich, passen sie gut zur Flugshow! Die Segelschiffe auf ihrem Kleid hatten auf jeden Fall genug Wind für eine Regatta. Sailing regatta heißt nämlich dieser süße Stoff von Mädchenwahn Illustration, den es seit gestern hier gibt.

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Erstmal den Absprungort richten! Tücher in jeglicher Form sind ein sehr begehrtes Spielzeug!

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Nach etlichen Luftpostflügen chillen auf dem Hüpfkissen – beste Anschaffung für Trampolinfans bei schlechtem Wetter.

Und dann noch ein kleines Faxenbild zum Schluß!

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Und wie verbringt Ihr Eure Regentage?

Liebe Grüße,

Eure Oktoberkind-Mama

Stoff: Segelboote und Baumwollkordel von Alles-für-Selbermacher; Ringel von Lillestoff; Sterne und Wolken von Swafing

Schnittmuster: Sunje von Ki-ba-doo – etwas abgewandelt

Haarbändiger

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Hallo Ihr Lieben,

ich hab Euch doch vor einiger Zeit die coole Tullelue Mütze gezeigt. Die liebe July von Tullebunt und Lille Sno hat für den Sommer – welcher Sommer? noch ein Haarband im gleichen Look gezaubert.

Auch wenn wir nicht an der See wohnen, so ist es hier in diesen Tagen oft echt recht windig. Da finde ich es ganz praktisch, wenn ein Haarband die Ohren bedeckt und zudem noch dafür sorgt, dass die Haare nicht ständig im Gesicht hängen. Die letzten Wochen war das Stylen der Räuberkind-Haare nämlich etwas schwierig, hatte sie doch in fünf unbeaufsichtigten Minuten eines Samstags morgens Friseur gespielt. Im ersten Augenblick nicht wirklich offensichtlich, hat die junge Dame sich ordentlich unter dem Deckhaar Luft gemacht. Fällt alles unter die Kategorie “Was man alles erledigt haben muss, bevor man in die Schule kommt”. Also nicht geschimpft, geschmunzelt, mit dem Gedanken, die wachsen ja wieder und Hauptsache sie hat sich nicht verletzt und keine Löcher in ihre Kleider geschnitten. Grins! Bei letzterem hätte ich wahrscheinlich Tränen in den Augen.

Nun gut – zurück zum Tulleband. Auch beim Tulleband wurde neben dem Original wieder an die Menschen mit flacherem Hinterkopf gedacht. Mia`s Tulleband bleibt durch seine besondere Schnittführung genau da sitzen, wo es sitzen soll. Ganz ehrlich, nach dem jahrelangen Mützendebakel habe ich dem Räubermädchen nie ein Stirnband aufgesetzt, weil es definitiv nicht passte.

Mia`s Tulleband passt perfekt! Danke für diesen tollen Schnitt, liebe July und nochmals Danke, dass ich ihn für Dich probenähen durfte.

00001_IMG_0433_Emma.Oktoberkind.eu 00002_IMG_0442_Emma.Oktoberkind.eu 00003_IMG_0444_Emma.Oktoberkind.eu 00005_IMG_0446_Emma.Oktoberkind.euAch ja – ratzfatz genäht ist das Stirnband natürlich auch und so kann man zu jedem Outfit flott das passende Accessoire zaubern!

Heute würde ich mich ja sehr über ein bisschen Wind freuen, wenn es dafür wenigstens trocken wäre…

Habt trotzdem einen schönen Tag – irgendwo scheint bestimmt die Sonne!

Ganz liebe Grüße,

Eure Oktoberkind-Mama

Das original Tulleband und Mia´s Tulleband gibt es übrigens bei Farbenmix.

#RUMS 25/16: Eine echte Hose – selbstgenäht!

Hallo Ihr Lieben,

während das Leben 1.0 gerade in geballter Form alle Energien schluckt, ist es ein wenig ruhig hier gewesen. Eigentlich wollte ich letzte Woche schon wieder mitRUMSen, aber wie heißt es doch so schön: erstens kommt es anders und zweitens als man denkt…

Es ist zwar schon eine ganze Weile her, als Yvonne von Leni Pepunkt zum Probenähen ihrer Boyfriend-Hose aufrief, aber manchmal dauern solche Projekte halt auch länger, bis sie genauso sind, wie sie sein sollen. Was soll ich sagen: Entstanden ist ein toller Schnitt für ne coole Hose im Boyfriend-Style.

Ich sehe Euch jetzt Haare raufend vorm Rechner mit einen RIESEN Fragezeichen im Gesicht: WAAAAS? Ich soll ne richtige Hose mit Bund und Knopfleiste und so nähen? NIEMALS!!! So ging es mir auch. Als ich den Probenähaufruf las, dachte ich mir, das ist jetzt genau DIE Gelegenheit, dem “Angstprojekt” echte Hose selbstgenäht entgegenzutreten. Und Mädels – es ist wirklich nicht schwer!!!! Es macht am Ende sogar richtig richtig stolz, wenn das gute Stück sitzt, passt, wackelt und Luft hat! Traut Euch! Das Ebook ist – wie immer bei Leni Pepunkt – ausführlichst bebildert und beschrieben! Und wo sich jetzt der Sommer doch endlich aus den Löchern wagt, könnt Ihr daraus auch super ne kurze Hose nähen.

Jetzt aber zu meiner Boyfriend. Ich hab mal im Räumungsverkauf eines tollen Schneiderladens Designerstöffchen für ganz ganz kleines Geld gekauft. Unter anderem auch einen Anzugstoff in grau mit Fischgrät-Optik und Glitzerfaden drin. Ich dachte mir, gut, für die erste Hose nimmst du den mal als Probestöffchen, wenn das Projekt nicht klappt, tut das dem Geldbeutel nicht so weh und Stoff hab ich ausreichend davon. Grundsätzlich eine gute Idee. Vor allem den lässigen Look eines Boyfriend Cuts mit einem edlen Stoff zu kombinieren. Ich hab mir damit natürlich selbst ein Ei gelegt. Bei Funzellicht und abendlichen Nähaktionen wurde da auch schon mal schnell die linke und die rechte Seite vertauscht, sodass das rechte Vorderbein dann zweimal da war, aber das linke irgendwie fehlte… Hab ich eigentlich schon erwähnt, dass ich zum Glück genug Stoff hatte? Auch bei diesem Projekt war der Auftrenner mein bester Kumpel – was aber nur an mir und nicht am Schnittmuster lag! Stellt Ihr Euch eigentlich auch manchmal so dermaßen saublöd an beim Nähen?

Nachdem ich dann endlich mal neue Leuchtmittel für meine Lampe im Nähzimmer gekauft und eingebaut hatte, lief es quasi wie am Schnürchen. Gut – sie ist ein bisschen weit geworden, da der Stoff doch einen geringen Stretch-Anteil hat. Aber grundsätzlich finde ich, dass das Projekt echte Hose selbstgenäht gut gelungen ist! Und jetzt spanne ich Euch nicht länger auf die Folter:

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So, und jetzt husche ich schnell rüber zu RUMS und dann genieße ich den kurzen Sommerauftritt!

Liebe Grüße,

Eure Oktoberkind-Mama