Die Sache mit dem Nikolaus

Ihr Lieben,

heute will ich Euch ein wenig mitnehmen in unsere Vorweihnachtszeit. Für mich eigentlich der blanke Horror, da unsere süße Motte eine unsägliche Angst vorm Nikolaus hat. Gerade diese Woche sind gemeinsame Einkäufe oder der Besuch auf dem Weihnachtsmarkt sowas von undenkbar.

Am Sonntag waren wir auf einem kleinen Kunsthandwerker-Weihnachtsmarkt. Wir bewegten uns auf vermeindlich sicherem Terrain – hätte da nicht ein selbsternannter Bischhof Nikolaus vor der Fotokabine gestanden… Da bahnte es sich an, dass auch dieses Jahr alles seinen gewohnten – Nikolaus vermeidenden Gang gehen soll.

Während die Tage vor dem Dezember noch mutig gerufen wird “Ich hab gar keine Angst vorm Nikolaus”, wird mit immer näher rückendem Termin der innerliche Druck im Kind spürbar größer.

Heute hat er sich seine Bahn gesucht. Nachdem alle Kinder heute in der Schule schon völlig aufgeregt waren, hat sich irgendwie hartnäckig die Behauptung gefestigt, der Nikolaus käme in die Schule. Der innere Druck stieg und entlud sich heute Abend mit langem, sehr langem Weinen (30 – 45 min), Bauchweh und der klaren Ansage: Ich will morgen nicht in die Schule!

Ich konnte machen, was ich wollte, erreichte das angstgeplagte Kind überhaupt gar nicht. Also blieb mir als einzige Rettung ein Anruf beim Klassenlehrer. Diese unbändige Angst hat sich als völlig unnötig herausgestellt. ES KOMMT GAR KEIN NIKOLAUS in die Schule. Es gibt nur Weckmänner, die von Kindern aus den höheren Klassen verteilt werden! Das hab ich der Maus dann auch genauso erzählt und schwups war sie weg – die Angst, die sie zuvor noch ganz fest umklammert hielt!

Puuuuuh! Das zehrt an den Kräften – gerade auch dann, wenn ich sehe, wie mein Kind körperlich leidet! Nicht leicht fürs MamaHerz.

Hier werden also keine Stiefel gewienert – bei uns bringt der Nikolaus auch in die schmutzigsten Stiefel seine Gaben. Es hat auch seine gute Seiten. Grins!

Einen Brief hat der Nikolaus auch dieses Jahr wieder für die Maus dabei:

Liebe Emma!

Ich bin es – der Freund aller Kinder – der gute alte Nikolaus. Jetzt ist es endlich wieder soweit und ich mache mich auf die Reise zu den Kindern, bringe ihnen Nüsse, Mandarinen, ein paar Süßigkeiten und das ein oder andere Geschenk.

Ich habe ganz arg viel zu tun und am meisten freue ich mich natürlich darüber, wenn ich in die strahlenden Kinderaugen blicken darf.

Nun habe ich mitbekommen, dass Du aus irgendeinem unbekannten Grund ganz fürchterlich viel Angst vor mir hast. Das ist ganz arg schade, aber im Augenblick wohl auch nicht zu ändern. Ich habe mich heute Nacht in Euer Haus geschlichen und Dir und auch Deinen lieben Eltern die Stiefel vollgemacht. Dabei war ich gaaaaanz leise, damit auch bloß niemand aufwacht.

Ich hoffe, Du freust Dich trotzdem über die Gaben! Ich würde mich riesig freuen, wenn Du merkst, dass ich ein ganz lieber Nikolaus bin, der allen Kindern Freude macht! Es macht mich ein wenig traurig, wenn so süße Kinder wie Du so viel Angst vor  mir haben.

Deine Mama hat mir erzählt, dass Du ein ganz mutiges Kind bist. Sie sagte nämlich, dass Du mittlerweile fast jeden Tag einen großen Hund an der Schule streichelst. Als Du letztes Jahr eingeschult wurdest, hast Du immer einen riesen Bogen um den Hund gemacht. Nun bist Du schon so mutig und streichelst ihn regelmäßig. Das macht mich unheimlich stolz und ich wünsche mir, dass Du Dich irgendwann einfach auf mich freuen kannst. Du musst mich auch nicht streicheln. GRINS!

Hab noch eine schöne Weihnachtszeit!

Dein Nikolaus

So – ich hoffe, bei Euch da draußen überwiegen die strahlenden Kinderaugen!

Und mein Kind ist morgen genauso glücklich, wie auf diesem Bild:

Habt einen schönen Nikolaustag!

Eure Oktoberkind-Mama

Stoff: Biene Brändles Blütenblätter Farbenzauber bei Alles für Selbermacher klick

Schnitt: Alma von Hedinäht

Großzügig geschnitten oder neudeutsch oversized – RUMS #46/17

Ihr Lieben,

vielen lieben Dank für Eure Worte zum letzten Post. Ihr habt mich in dem Gefühl bestärkt, alles richtig gemacht zu haben!!!

Heute hab ich doch tatsächlich wieder ein RUMS für Euch. Ich nähe in der letzten Zeit echt viel für mich, das ein oder andere werdet Ihr hier sicherlich gezeigt bekommen.

Hi hi hi – wenn Frau ins mittlere Alter kommt, dann geht das mit den Hitzewallungen los. Die Mädels jenseits der 40 wissen sicher sehr gut, was ich meine. Da braucht es ne Klamotte, die warm genug ist aber auch noch gut bei zu viel Wärme taugt! Lach!

Deshalb zeig ich Euch heute meine Oversizeliebe von Jojolino. Ein völlig einfacher Schnitt, macht was her und ist – trotz seiner Einfachheit sowas von wandlungsfähig. Ich hab echt Bauklötze gestaunt, was die Mädels in der Probenährunde so alles rausgehauen haben – schaut unbedingt in den nächsten Tagen bei Johanna im blog vorbei und freut Euch an den vielen tollen Beispielen. Pulli, Longpulli, Kleid, mit und ohne Kragen. Alles geht! Und ich hab sie echt nicht mehr ausziehen wollen, nachdem ich sie fertig hatte. Ich muss mal gucken, ob ich überhaupt alle Fäden schon vernäht habe… Und sie geht mit mir durch warm und kalt, durch dick und dünn – Lach!

Ich hab hier tief in die Schatzkiste gegriffen und einen der ersten Raxn-Stoffe vernäht. Und wo das Wetter die letzte Zeit schon so bescheiden war, hab ich etwas mit den Presets in Lightroom rumgespielt. Ich hätte gerne Tage mit 48 h, da käme nichts zu kurz und ich hätte für so vieles mehr Zeit…

Jetzt schauen wir mal, ob ich hier in guter Regelmäßigkeit vorbeischaue! Am Wochenende wird auf jeden Fall genäht, denn ich freue mich ganz arg auf lieben Besuch aus dem Norden, aus dem Stuttgarter Raum und aus der Schweiz! Aber mehr verrate ich Euch jetzt noch nicht 😉 

Ich wünsch Euch was!

Eure Oktoberkind-Mama

Schnitt: Oversizeliebe von Jojolino, Stoff: Graziaria von Raxn aus dem eigenen Fundus, gab es bei AfS

enthält werbung

Carpe Diem!

Ihr Lieben,

lange hab ich überlegt, ob ich diesen Post schreiben soll. Ob ich es öffentlich mache. Doch es gehört einfach dazu, zu mir, zu uns, zu unserem Leben.

Manchmal hat das Leben Überraschungen im Gepäck, die niemand wirklich braucht. So bekam ich letztes Jahr im Mai die Diagnose, dass in meiner Brust ein Tumor wächst. Bähm! Da reißt es einem erstmal die Beine vom Boden. Wieso ich? Warum so einen Mist? Die Fragenkette ist endlos… Und obwohl die Fragen noch längst nicht alle beantwortet sind, bist du drin, im Behandlungsprozess, in einer gefühlten Einbahnstraße. Dieses kleine Wort Brustkrebs bringt Dir ganz viel: OP, Chemo, Bestrahlung, Antikörper, Hormontabletten. Volles Programm! Wenn ich was mache, mache ich es richtig… Ironie off.

Doch schon mit der Diagnose fängst Du an, zu organisieren. Schließlich hast Du Familie und ein Kind, was besondere Bedürfnisse hat. Wir hatten ganz großes Glück, dass wir eine wunderbare Familienpflegerin hatten, die uns vor dem großen Landunter bewahrt hat. Mein Mann war in der Zeit immer für mich da! Danke dafür, großer Lieblingsmensch <3 Weitere Unterstützung gab es von Freunden, die von Anfang an da waren, wenn es notwendig war!

Ich möchte gar nicht so sehr auf die letzten 1 1/2 Jahre eingehen. Ich habe vieles erlebt, ein dickes Buch könnte ich schreiben. Meine größte Motivation ist natürlich meine Familie. Ich habe zur Zeit der Erkrankung gerade eine Ausbildung zum NLP-Master gemacht. Das hat mir sehr gut getan. Ich war und bin so voller Ressourcen und mental gefestigt. Ich bin für meine Gedanken verantwortlich, mein Geist ist gesund! Das war und ist ganz wichtig für mich! Mit der Aussage “es ist heilbar” habe ich mich ganz darauf konzentriert, auch körperlich wieder gesund zu werden. Ich habe auch während der Behandlungszeit immer “Regie” geführt über mein Leben, sprich, weder das selbständige Denken eingestellt noch die Verantwortung abgegeben.

Ich habe vieles mitgenommen – vor allem habe ich gelernt, achtsam zu sein. Auf mich zu achten, meine Bedrüfnisse nicht zu vergessen. Auch mal nein zu sagen. Nicht immer bei allem hier zu schreien. Zwar bedarf es im Alltag immer mal wieder etwas Nachhilfe, grundsätzlich bin ich jedoch auf einem guten Weg.

Ich habe zwar meine Haare verloren, aber meinen Humor und meine Lebensfreude waren immer da! Diese haben mich durch die Einbahnstraße Behandlung geführt und vieles erträglich gemacht.

Und mit Humor und Lebensfreude hab ich es heute zum RUMS geschafft! In meinem neuen Lieblings-Pommes-Pulli!

Das war jetzt ein sehr emotionaler Post, aber “drüber reden” ist ein Annehmen und Verarbeiten! Außerdem möchte ich allen da draußen Mut machen! Ich kann nicht in die Zukunft schauen, doch eines weiß ich genau, ich genieße den Tag, egal ob Regen oder Sonnenschein! Und deshalb bin ich jetzt ganz arg mutig und veröffentliche diesen Blogpost. verlinke ihn zu RUMS und danach gehe ich ganz bewußt und ohne Zwang eine Runde spazieren – nur für mich!

Carpe Diem!

Eure Oktoberkind-Mama

Schnitt: Lady Rose von Mialuna  Stoff: OMG-Fries und KnitKnit-Ringel von Hamburger Liebe

 

WE WANT YOU!

Ihr Lieben,

heute brauchen wir mal ganz viel Unterstützung! Teilt, was das Zeug hält, denn:

WIR BRAUCHEN EINE NEUE SCHULBEGLEITUNG!

Unsere Schulbegleitung bekommt ein Baby und spätestens ab Februar 2018 suchen wir DICH! Zur Zeit sind 36 h pro Woche genehmigt, da das Räubermädchen zur Zeit noch in die Ganztagsschule geht. Der Job kann auch aufgeteilt werden. Die Schule befindet sich in Trier.

Du hast das Herz am rechten Fleck, bist empathisch, hast keine Berührungsängste gegenüber Menschen mit Sonderausstattung, hast vielleicht sogar einen (heil)pädagogischen Hintergrund, bist aufgeschlossen gegenüber der Waldorf-Pädagogik und kannst Dir vorstellen, den Weg mit unserer Tochter über einen längeren Zeitraum zu gehen.

Dann melde Dich bei uns unter info@oktoberkind.eu und wir können alles weitere besprechen!

Ich bedanke mich jetzt schon bei allen, die uns bei der Suche unterstützen!

Eure Oktoberkind-Mama

Selbstverständlich mittendrin

Ihr Lieben,

gestern durften wir beim Tag der offenen Tür an der Schule des Räubermädchens Mäuschen spielen. 45 min offener Unterricht für alle, die interessiert waren. Natürlich waren ganz viele Eltern da, die mal schauen wollten, wie der Hauptunterricht funktioniert.

Ich wäre als Kind schon sehr abgelenkt gewesen, wenn ganz viele Erwachsene UND auch noch meine Eltern im Unterricht dabei gewesen wären. Aber die Klasse hat das wunderbar gemeistert!

Zunächst wurden die Kinder von den Lehrern begrüßt: Guten Morgen, liebe 2. Klasse! Guten Morgen Herr Sowieso und Frau Sowieso. Schon bringt sich unsere Motte ein: Und jetzt die Eltern! Recht hat sie, die müssen ja auch begrüßt werden! Lach! Nachdem nun alle in aller Form begrüßt wurden, bauten 4-6 Kinder das Jahreszeitentischlein in der Mitte des Morgenkreises auf. Auch hier durfte das Räubermädchen mithelfen. Ganz selbstverständlich übernimmt sie ihre Aufgaben im Klassenverband.

Am Tag zuvor gab es ein Geburtstagskind, welches dann immer die Kerze anzünden darf. Das war dann das Stichwort für unsere Tochter: Wisst Ihr denn, wer heute Geburtstag hat? Der halbe Anton! Ja – wir feiern den Geburtstag vom halben Anton am 23.09. Isso. Die Kinder kennen natürlich alle den Halben und es wurde sogar im später wieder geschlossenen Unterricht ein Geburtstagslied für ihn gesungen. So sagte es zumindest das Räubermädchen. Für alle, die nicht wissen, was es mit dem halben Anton auf sich hat, bitte hier entlang. Mittlerweile hat er längst den Bruder Status erreicht.

Wir durften nach den morgendlichen Ritualen der Rechnenepoche beiwohnen, in der der Klassenlehrer den Kindern sehr eindrücklich und mit ganz viel Herzblut die Tauschaufgaben erklärt hat.

Das Highlight an diesem Schulsamstag war allerdings die Monatsfeier, wo alle Klassen kurze Bühnenbeiträge zeigen. Die 2. Klasse hat das kommende Michaeli-Fest in Form eines kleinen Theaterstückes inszeniert! Einfach toll, mit welcher Selbstverständlichkeit die Kinder auf der Bühne vor einem großen und vor allem fremden Publikum agieren! Da geht einem echt das Herz auf! Das Räubermädchen gab viele, formvollendete Verbeugungen zum Besten! Auch hier ist sie mittendrin und bei der internen Monatsfeier für die Schüler am Vortag hatte sie sogar eine von den 6 Rollen des Rollenspiels ergattert. Das Stück dauerte ca. 10 min und hatte ganz viel Text, den die Kinder alle gemeinsam aufsagten. Unsere Maus legt mittleriweile eine ungeheure Textsicherheit an den Tag!

Bilder kann ich Euch von diesem wundervollen Ereignis keine zeigen, was aber auch völlig in Ordnung ist. Denn hier geht es um die Persönlichkeitsrechte von ganz vielen Menschen und somit gab es nur eine offizielle, von der Schule bereitgestellte Fotografin.

Dafür hab ich Euch noch ein paar andere Bilder mitgebracht. Der Spruch passt meiner Meinung nach nämlich sehr gut zur Geschichte. Home is where your anchor drops! Ich glaube, unser Räubermädchen ist längst an der Schule angekommen und hat dort ihren Anker fallen lassen!

Habt einen schönen Sonntag! 

Eure Oktoberkind-Mama

Stoff: Happy stripes von Alles fuer Selbermacher. Schnitt ist aus einer älteren Ottobre.

Der Plott ist leider nicht käuflich zu erwerben und war ein Geschenk von der wundervollen Annelie von Ahoi  

enthält Werbung

Über Mut und inneres Wachsen

Ihr Lieben,

ich hab Euch ja bereits beim letzten Post erzählt, dass beim Räubermädchen so unwahrscheinlich viel passiert ist. Wir hatten die Woche Elternabend in der Schule und der Klassenlehrer bestätigte unsere Wahrnehmung. Er ist immer wieder erstaunt, wie die Kinder sich in den 6 Wochen Sommerferien verändert haben. Dieser Prozess ist gerade bei den 1. und 2. Klässlern immens.

Ich spreche jetzt nicht nur von den sechs Wochen Sommerferien, sondern von einem Zeitraum ab Mai diesen Jahres. Im Mai ist ein ganz fester Knoten aufgegangen, der mit einer großen Angst vorm Ertrinken verbunden war.

Vor fast zwei Jahren haben wir einen Schwimmkurs besucht. Eigentlich dachte ich, die Zeit ist reif für eine spielerische Wassergewöhnung, hatte unsere Tochter doch zu der Zeit keine Angst vorm Wasser. Sie vertraute uns und vor allem auf ihre Schwimmärmchen, ging mit uns zusammen im Meer, See und Schwimmbad ins Wasser. Ich musste sogar mal bei 19°C Außentemperatur und ordentlich Wind mit der Motte in den Bodensee… Da schüttelt es mich jetzt noch. Brrrrhhhh… Im besagten Schwimmkurs ist sie “abgesoffen”. Sie sollte mit einer Schwimmnudel unterm Arm ein paar Züge machen, hat dabei Panik bekommen, die Nudel unter ihr weg. Sie war ca. 1,5 m vom Beckenrand entfernt und hat sich super zum Rand gerettet. Doch dieser Schock saß tief. Zumal der Schwimmlehrer sie direkt wieder ins Wasser gezogen hat – die Nummer mit dem vom Pferd fallen und wieder aufsteigen mag bei anderen Kindern funktionieren, beim Räubermädchen allerdings nicht…

Es kam, wie es kommen musste. Sie weigerte sich danach, ins Wasser zu gehen. Herbst und Winter kamen, mit ihnen die Erkältungszeit und somit kein Schwimmbadbesuch. Ganz blöd war, dass sie beim ersten Schwimmbadbesuch nach dem “Absaufen” einen falschen Tritt machte und entsprechend wieder Wasser geschluckt hat. Danach war es ganz vorbei. Jegliches Wasser, was tiefer als 30 cm war, wurde bestenfalls ignoriert, meistens ernteten wir jedoch lautstarken Protest inklusive Festklammeraktion.

Im Mai waren wir für eine Woche auf Mallorca. Tollstes Wetter, schönster Strand mit sanft abfallendem Wasser, geniale Poolanlage und ein über sich hinauswachsendes Kind sorgten bei uns für ganz viel Stolz! Sie ist erstmals wieder mit uns in tiefes Wasser gegangen. Wir waren am Ende sogar so weit, dass sie von der Treppe ins Wasser gehüpft ist. Und die Schwimmbewegungen funktionierten auch mit Schwimmärmchen! Wie ein kleiner Fisch schwamm sie durch den Pool!

Diese Erfahrung hat sie innerlich soooo groß werden lassen, dass wir im Sommer sogar die ersten Schwimmzüge OHNE Schwimmärmchen erleben durften. Jetzt heißt es üben, üben, üben!

Auch Ausflüge werden einfacher: das Räubermädchen ist ja sehr lauffaul und es war immer schwierig, sie auch nur für 100 m zu motivieren. Der Buggy begleitet uns nur noch selten und sie setzt sich auch nicht gleich rein. So konnten wir einen wunderbaren Ausflug zum Baumwipfelpfad an der Saarschleife machen, den sie weitestgehend auf den eigenen Füßen bewältigt hat.

Vom Ausflug hab ich Euch ein paar Bilder mitgebracht:

Ich hatte anfangs echt Bedenken, ob sie überhaupt über den Steg laufen würde. Aber das ging echt gut. Leider war sie da schon angeschlagen und die Woche drauf auch gut krank. Deshalb gibt es ein paar Motzbilder.  Die Laune besserte sich aber schlagartig, als sie auf dem Spielplatz war!

Vernäht habe ich hier ein langehütetes Schätzchen von Lillestoff zu einer Louise, einem wunderbar wandelbaren Schnitt von Fadenkäfer, hier als Tunika genäht – gut, bei den Proportionen vom Räubermädchen dann eher ein Kleidchen. Die Schnittführung in A-Linie ist einfach genial für kleine Kugelbauchmäuse!

Demnächst wieder mehr in diesem Kino! Es gibt noch so viel zu erzählen!

Macht es Euch schön!

Eure Oktoberkind-Mama

Den Schnitt Luise gibt es hier. auch für große mädels!

Stoffauswahl: Lillestoff und Alles-fuer-Selbermacher aus dem eigenen Fundus!

Enthält Werbung!

Rückblick – das erste Jahr Schule

Ihr Lieben,

wir haben sie überstanden – die Herausforderung für Eltern, deren Kinder in die Schule gehen oder kurz gesagt: SOMMERFERIEN! Die ersten Sommerferien sind rum, das Räubermädchen hat bereits die dritte Schulwoche als Zweitklässlerin gestartet. Zeit, um Euch endlich mal etwas aus dem Schulalltag zu berichten.

Wir haben uns letztes Jahr sehr gefreut, als es hieß, unsere Tochter darf die Waldorfschule besuchen. Wir haben uns ganz bewusst für diese Schule entschieden und sind auch nach dem ersten Jahr noch vollkommen überzeugt, dass es die richtige Wahl gewesen ist.

Die anfänglichen Schwierigkeiten, die eine so große Klasse (insgesamt 28 Kinder) mit sich bringt, hat Emma gut gemeistert. Sie ist angekommen. Sie hat den Ablauf verinnerlicht und kann sich in der Regel auf die einzelnen Fächer einlassen. Das alles funktioniert nicht zuletzt daher so gut, weil wir seit Beginn des Jahres durch die perfekte Schulbegleitung unterstützt werden. Die zwei kennen sich seit Jahren und mögen sich sehr. So hat Emma auch in schwierigen Situationen den nötigen Halt gefunden.

Das erste Jahr war unruhig für die Kinder. Der Klassenlehrer wechselte, die pädagogische Fachkraft verließ die Klasse. Diese Wechsel – gerade in der Phase des Einlebens an der Schule – fallen einigen Kindern leichter als anderen. Unsere Maus hat es eher leichter weggesteckt.

Sie ist in dem letzten Jahr unheimlich gewachsen – vor allem im Inneren. Manchmal kommt es mir auch äußerlich immens vor, aber bei der Körperlänge schlägt sich das leider noch immer nicht deutlich nieder. Es ist wohl dieses innere gewachsen sein, was sie auch nach außen viel größer erscheinen lässt.

“Ihre Tochter hat viele Talente und wir können viel von ihr lernen” – das wurde uns bei einem Eltern-Lehrer-Gespräch gesagt. Mehr Worte braucht es eigentlich nicht!

Sie ist auch bei den Kindern angekommen – sie hat Verabredungen zum Spielen, wird zu Kindergeburtstagen eingeladen. Wir haben Emmas Geburtstag vor den Sommerferien nachgefeiert und ihre Freundinnen und Freunde aus der Schule sind gerne gekommen.

Und auch beim Quatsch machen steht unser Räubermädchen den anderen Kindern in nichts nach. Es hat zwar bis April gedauert, aber da hatte sie auch endlich eine Verwarnung wegen schlechten Betragens in der Tasche. Stolz wurde Zuhause der Zettel präsentiert, denn ENDLICH hatte sie auch so einen Zettel. Lach! Das ist dann wohl mal pädagogisch nach hinten losgegangen! Wir haben ihr dann erklärt, dass solche Zettel keine Belohnung seien.

Was hat Emma im ersten Schuljahr gelernt? Sie kann die Buchstaben lesen und schreiben, das Lesen von Worten fällt ihr noch schwer, sie ist aber dran. Sie hat unheimlich viele Lieder und Texte verinnerlicht, nicht nur in ihrer Muttersprache, auch englische und französische Lieder und Begriffe befinden sich in ihrer Schatzkiste. Sie hat im Handarbeitsunterricht voller Eifer ihren Flötenbeutel gewebt, während die anderen Kinder ihn gestrickt haben. Stricken kann sie mit Unterstützung ein paar Maschen, es ist aber noch eine große motorische Herausforderung für sie. Zur Mathematik hat sie bisher nicht den größten Zugang gefunden.

Das erste Jahr Schule hat ihr ganz viel Mut gebracht. Sie hat zum Beispiel den Mut, allein ein Brot kaufen zu gehen (noch nicht den Weg dorthin, aber allein zum Bäcker und bestellen und bezahlen). Und wehe, die Mama kommt mit! Über das mutig sein kommt aber bald nochmal eine eigene Geschichte!

Und jetzt genießen wir noch die letzten richtig heißen Tage des Altweibersommers!

Habt es schön!

Eure Oktoberkind-Mama

Stoffe: Alles fuer Selbermacher Kitze, Blumenwiese und Little Dreamer leider z.zt. aus; Kombistoffe aus dem eigenen Fundus

Schnitte: HiBoho-Kleid von FeeFee; Luckees und Tee von NipNaps; Sommerliebe³ von Die Drahtzieherin; Leggings Multifit von Erbsenprinzessin

 

 

Käpt’n Gräte gegen aktues Meerweh!

Oh Mann…

Wo bleibt zur Zeit nur die Zeit? Gefühlt könnte ich mindestens 48 h am Tag gebrauchen, um all den Aufgaben gerecht zu werden. Dazu dann noch das pausenlos geniale Wetter seit Wochen. Da kommt man nicht nur nachts nicht richtig zum Erholungsschlaf, Dank Schwimmbad, Plantschbecken und co bleibt auch einfach viel auf der Strecke.

Eigentlich wollte ich Euch längst schon ein paar Bilder von unserer Woche Mallorca im Mai zeigen… Nun denn. Wahrscheinlich liegt es an eben dieser Woche Mallorca mit feinstem Wetter und baden im Meer, dass ich seitdem akutes Meerweh habe. Sicherlich war das der Grund dafür, dass es hier an dieser Stelle endlich mal wieder RUMSt.

Ich mag es ja schon bunt und flippig, aber die Käpt’n Gräte-Stöffchen haben mich bisher nicht so mitgerissen, wie andere nähsüchtige Damen. Ich winke an dieser Stelle mal ganz dezent in Richtung Heide. Lach! Aber beim Sommersweat war es dann um mich geschehen. Gekauft und zwar genau für das Projekt Sweatjacke für die lauen Sommerabende. Da war sie schon fertig im Kopf, musste nur noch das Material bei mir ankommen. Eine Sweatjacke wollte ich schon lange für mich nähen, der Schnitt schlummert schon ewig auf dem Rechner. Hätte ich mir ja längst mal als A0-Kopie plotten lassen können… Aber Dank meiner Spontanität stand erstmal 30 Seiten Schnittmusterkleben auf dem Programm. Bäh…

Lange Rede, kurzer Sinn – fertig ist sie geworden, genauso, wie ich sie mir vorgestellt habe! Nach diversen Ausrichtungsversuchen war der Reißverschluss dann auch an der richtigen Stelle. LACH! Und ich hab mir am Dienstag mal ganz bewusst Zeit für die Jacke genommen, trotz Schuljahresendstress und allem, was damit zusammenhängt! Beim Nähen lade ich wirklich meine Akkus wieder auf – trotz diverser Fluchereien.

Für Euch hab ich mich heute in unsere grüne Hölle gewagt und Euch Meerweh-Feeling aus dem Dschungel mitgebracht. GRINS!Ach ja – das ist auch die Online-Premiere meiner neuen Frise. Ich liege voll im Trend: kurze Haare, grau gefärbt ist wohl total hipp in 2017. Nur dass ich mir das Färben mal schenken wollte nach gefühlten 3 Jahrzehnten Chemie auf dem Kopf. Mal gucken, ob ich bei meinem farbfrohen grau bleibe – hier übrigens noch mit Resten Indigo drin – der Löwenanteil wurde vom Chlorwasser im Freibad gefressen… Mit dem Schnitt bin ich auf jeden Fall schon mal megafroh!

So, und weil ich so froh mit meiner Meerweh-Jacke bin, teile ich meine Freude heute bei RUMS!

Habt eine schöne Zeit und hoffentlich hört Ihr irgendwo das Meer rauschen!

Eure Oktoberkind-Mama

stoff: Käpt’n Gräte – Sommersweat von AfS; Jacke: Sweatjacke von Fadenkäfer – alles selbst gekauft – aus überzeugung!

Blaue Wunschpunkte und ein Muttertagsgedicht

Ihr Lieben,

ich hoffe, Ihr verbringt einen schönen Muttertag. Hier ist es wechselhaft, aber mehrheitlich sonnig.

Von meiner süßen Motte hab ich heute ein selbstgemaltes Bild bekommen und sie hat in der Schule ein ganz schön langes Gedicht auswendig gelernt!

Wir wären nicht gewaschen
Und meistens nicht gekämmt.
Die Strümpfe hätten Löcher
Und schmutzig wär das Hemd.

Wir äßen Fisch mit Honig
Und Blumenkohl mit Zimt.
Wenn du nicht täglich sorgtest,
Das alles klappt und stimmt.

Wir hätten nasse Füße
Und Zähne schwarz wie Ruß.
Und bis zu beiden Ohren
Die Haut voll Pflaumenmus.

Wir könnten auch nicht schlafen,
Wenn du nicht noch mal kämst.
Und uns, bevor wir träumen,
In deine Arme nähmst.

Und trotzdem sind wir alle auch manchmal eine Last.
Was würdest du ohne Kinder tun?
Sei froh, dass du uns hast.

Ich hab mich riesig gefreut, dass sie das Gedicht von Eva Rechlin komplett aufsagen kann!

Und weil die Motte gerade mal wieder total auf das Sams steht und sie gestern in der Mitgebseltüte vom Kindergeburtstag einen blauen Wolkenstempel gefunden hat, wurden kurzerhand Gesicht, Hals, Arme und ein Türrahmen mit Wunschpunkten versehen.

Ich teste dann mal, ob ich diese Wunschpunkte für mich einsetzen kann!

In diesem Sinne habt einen schönen Muttertags-Sonntag!

Eure Oktoberkind-Mama

Was selbstgemachte Himbeer-Rosmarin-Limo mit Entschleunigung zu tun hat?

Hallo Ihr Lieben,

Ferien sind doch was Tolles – einerseits. Andererseits komme ich echt zu gar nichts… Wir machen uns eine schöne Zeit und lassen es langsam angehen.

Ist nur blöd, wenn man tatsächlich mal was zu erledigen hat. Da dauert ein kurzer Tripp in die Stadt locker 2 bis 3 Stunden, man bekommt nur das Nötigste hin, lockt das Kind mit nem Eis beim Lieblingseisladen. Soweit so gut. Dummerweise müssen wir dann irgendwann nochmal zurück zum Auto. Und wenn ich dann noch kurz in den Drogeriemarkt springen möchte, weil ich unbedingt noch Kommunionkarten brauche, dauert das ganze wieder mindestens eine Viertelstunde, bis ich das Räubermädchen von dem Schaukelpferd runterbekomme. Da wird der Geduldsfaden doch schon mal sehr auf die Zerreißprobe gestellt. Da wird irgendwann aus dem schon fast mantramäßigen: Komm jetzt bitte! erst ein Komm!Jetzt!Sofort!, welches am Ende zu einem SCHLUSS JETZT! wird. Den Lockvogel Eisdiele gibt es ja nicht mehr – das Eis ist verdaut und warum also nicht gefühlt den halben Nachmittag im Drogerie-Markt verbringen?

Die Situation ist Euch sicher nicht fremd, oder? Auch das damit verbundene Gefühl – ich sag nur Totalversager! Manchmal müsste man wirklich mehr Kind sein und ebenfalls total im hier und jetzt leben. Aber da schleichen sich dann wieder die nächsten To Do´s in den Kopf: Wäsche machen, bügeln, kochen, … – Alltag eben.

An solchen Tagen freue ich mich noch mehr, wenn ich nach Hause komme und mir zum Entschleunigen eine leckere Himbeer-Rosmarin-Limonade gönnen kann!

Letzten Sonntag beim Radausflug sind wir eingekehrt und dort gab es sie auf der Getränkekarte! Ich liebe Rosmarin und da war klar, die will ich und nichts anderes! Soooo lecker! Zuhause musste ich direkt mal nach Rezepten googlen und am Montag habe ich direkt den Himbeer-Rosmarin-Sirup angesetzt.

Dafür brauchst Du:

500 ml Wasser

100 g Rohrzucker (ich habe 80 g genommen und werde beim nächsten max. 50 g nehmen)

4 Rosmarin-Zweige

Alles in einem Topf aufkochen und ca. 10 min köchen lassen.

In der Zwischenzeit

250 g Himbeeren, pürrieren und durch ein Sieb streichen.

1 Biozitrone schälen und anschliessend auspressen.

Wenn der Rosmarinsud fertig geköchelt hat, vom Herd nehmen und die Zitronenschale, den Saft sowie das Himbeermark hinzugeben und weitere 10 min ziehen lassen.

Anschliessend alles durch ein Sieb in eine Flasche füllen und kühl lagern.

Etwas Sirup in ein Glas, mit Sprudel auffüllen, nach Belieben mit gefrorenen Himbeeren, etwas Rosmarin und oder Zitronenscheiben dekorieren und genießen!

Nach einem Glas leckerer Limo kann es in die nächste Runde Ferienprogramm gehen!

Habt ein paar schöne Ostertage!

Eure Oktoberkind-Mama

Eigentlich kann ich mit meinem Sirup auch zu RUMS. Hab ich ja auch für mich gemacht, auch wenn ich nett bin und teile 😉